Zugschaffnerin der Deutschen Bahn bricht ihr Schweigen über tägliche Drohungen und Hass
Zugschaffnerin der Deutschen Bahn bricht ihr Schweigen über tägliche Drohungen und Hass
Mandy Brune arbeitet seit Jahren als Zugschaffnerin bei der Deutschen Bahn, doch der Job ist zunehmend gefährlich geworden. Jetzt spricht sie offen über die Beleidigungen und Drohungen, denen sie täglich ausgesetzt ist. Ihre Erfahrungen haben sie dazu bewogen, sich einer Kampagne anzuschließen, die mehr Respekt und Schutz für Bahnmitarbeiter der Deutschen Bahn fordert.
Brune unterstützt die Initiative "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" – eine Bewegung, die auf die Schwierigkeiten von Beschäftigten in kundenorientierten Berufen aufmerksam macht. Ziel ist es, Fahrgäste über die realen Herausforderungen zu informieren, mit denen das Personal im Arbeitsalltag bei der Deutschen Bahn konfrontiert wird.
Ihr Entschluss, an die Öffentlichkeit zu gehen, folgt auf Jahre der verbalen Angriffe und Bedrohungen. Brune schildert Vorfälle, bei denen Fahrgäste sie beschimpften, mit Gewalt drohten oder sie sogar körperlich bedrohten. Besonders belastend sei für sie jedoch das Schweigen der Umstehenden, die nur selten eingreifen.
Allein in Hessen wurden 2023 insgesamt 204 Übergriffe auf Bahnmitarbeiter der Deutschen Bahn gemeldet. Zwar gibt es keine bundesweite Statistik für Deutschland, doch das Problem ist allgemein bekannt. Brune betont, dass die fehlende Unterstützung durch andere Fahrgäste während solcher Konflikte besonders erschreckend sei.
Die von ihr unterstützte Kampagne setzt sich für ein größeres Bewusstsein für Gefahren am Arbeitsplatz ein – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Gleichzeitig fordern Gewerkschaftsvertreter wie Neithard von Böhlen, Vorsitzender der EVG Nordrhein-Westfalen, konkrete Maßnahmen. Seine Vorschläge umfassen unter anderem doppelt besetzte Schichten, verpflichtende Körperkameras für Mitarbeiter und eine spezielle Staatsanwaltschaft für Straftaten gegen Zugbegleiter der Deutschen Bahn.
Trotz der anhaltenden Risiken bleibt Brune hoffnungsvoll. In letzter Zeit habe sie eine Veränderung im Verhalten bemerkt: Einige Fahrgäste greifen mittlerweile ein, wenn sie Zeugen von Bedrohungen werden. Diese kleine, aber wachsende Solidarität gibt ihr Grund zu der Annahme, dass die Botschaft der Kampagne ankommt.
Brune fordert weiterhin strengere Sicherheitsvorkehrungen und appelliert an die Fahrgäste, die Menschlichkeit des Bahnpersonals der Deutschen Bahn anzuerkennen. Die Aufklärungskampagne zeigt bereits Wirkung – einige Reisende schreiten ein, wenn sie Misshandlungen beobachten. Angesichts von Hunderten gemeldeten Vorfällen pro Jahr bestehen Gewerkschaften und Beschäftigte jedoch darauf, dass noch mehr getan werden muss, um diejenigen zu schützen, die an vorderster Front arbeiten.
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