Sechs Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag von Hanau: Städte gedenken der Opfer

Trudel Eimer
Trudel Eimer
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Eine Ziegelwand mit einem rechteckigen Schild, auf dem in fetter, weißer Schrift "38. Signalbataillon" in der Mitte steht.Trudel Eimer

Sechs Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag von Hanau: Städte gedenken der Opfer

Sechs Jahre nach einem der schwersten rechtsextremen Anschläge Deutschlands haben Städte in Nordrhein-Westfalen (NRW) der Opfer gedacht. Am 19. Februar 2020 erschoss ein Attentäter in Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen, tötete anschließend seine Mutter und nahm sich selbst das Leben. Bei den diesjährigen Gedenkveranstaltungen in mehreren Städten gab es Kundgebungen, Reden und Momente der stillen Einkehr.

Der Anschlag von Hanau ereignete sich am Abend des 19. Februar 2020. Der Rechtsextremist Tobias R. eröffnete in zwei Shisha-Bars das Feuer und tötete neun Menschen. Später kehrte er in seine Wohnung zurück, erschoss seine Mutter und beging Suizid. Sieben weitere Personen überlebten mit Verletzungen, doch die langfristigen gesundheitlichen Folgen bleiben für viele unklar.

Im Januar 2023 starb mit Ibrahim Akkuş ein zehntes Opfer an den Spätfolgen der bei dem Anschlag erlittenen Schussverletzungen. Sein Tod fast drei Jahre nach dem Attentat unterstreicht die anhaltenden Auswirkungen auf die Überlebenden.

In dieser Woche versammelten sich rund 300 Menschen in Aachen zu einer von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen organisierten Kundgebung und einem Marsch. Angehörige der Opfer hielten bewegende Reden und forderten Gerechtigkeit sowie Aufarbeitung. Ähnliche Veranstaltungen fanden in Bochum, Köln, Essen und Düsseldorf statt, wo die Teilnehmenden der Verstorbenen gedachten.

In den kommenden Tagen werden in ganz Deutschland weitere Gedenkveranstaltungen erwartet, die das Andenken an den Anschlag wachhalten.

Der Anschlag von Hanau zählt zu den tödlichsten rechtsterroristischen Akten der jüngeren deutschen Geschichte. Sechs Jahre danach wird der Opfer weiterhin in öffentlichen Versammlungen und Ehrungen gedacht. Die anhaltenden Gedenkfeiern erinnern an die bleibenden Folgen des Anschlags für Familien und Gemeinschaften.

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