Milliardär in NRW verliert Millionen bei perfidem "Schock-Anruf"-Betrug durch falsche Diplomaten

Irmhild Putz
Irmhild Putz
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Eine alte Visitenkarte mit einem Bild eines Schmuckherstellers und Text, der seine Dienstleistungen beschreibt.Irmhild Putz

Milliardär fällt 'Schock-Anruf'-Betrug zum Opfer - Millionenverlust - Milliardär in NRW verliert Millionen bei perfidem "Schock-Anruf"-Betrug durch falsche Diplomaten

Ein Milliardär in Nordrhein-Westfalen ist Opfer eines dreisten "Schock-Anrufs" geworden und hat Schmuck, Uhren, Bargeld und Gold verloren. Die Polizei spricht von einem "extrem hohen" finanziellen Schaden, nachdem die Betrüger sich als serbische Diplomaten ausgegeben und das Opfer zweimal zur Herausgabe von Wertgegenständen gedrängt hatten. Die Behörden haben inzwischen eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet, um den Fall aufzuklären.

Der Betrug begann, als die Kriminellen den Milliardär kontaktierten und behaupteten, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Als angebliche serbische Diplomaten forderten sie Geld und Wertsachen, um die erfundene Situation zu "regeln". Das Opfer kam der Forderung nach – bei zwei separaten Übergaben erbeuteten die Betrüger Schmuck, Uhren, Bargeld und Gold.

Seit Bekanntwerden des Falls verfolgt die Polizei mehrere Spuren. Eine spezielle Ermittlungsgruppe wurde eingerichtet, um die Täter zu fassen. Die Beamten stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Opfer und seiner Familie, während die Ermittlungen andauern.

In einer separaten, aber thematisch verbundenen Aktion gaben die NRW-Polizei, die Staatsanwaltschaft Bochum und das Bundeskriminalamt Sankt Augustin am 19. Februar 2026 bekannt, gegen einen 59-jährigen Chinesen und zehn weitere Verdächtige ermittelt zu haben. Die Gruppe steht im Verdacht, einen Menschenhandelsring betrieben zu haben, der chinesische Staatsbürger für die Prostitution in Massagesalons und Stundenhotels anwarb. Sechs Opfer wurden identifiziert, Haftbefehle in Oer-Erkenschwick, Brühl und Recklinghausen vollstreckt. Rund 600 Beamte durchsuchten im Rahmen der Razzia 14 Objekte in NRW und Niedersachsen.

Die Ermittlungen im Fall des Milliardärs laufen weiterhin auf Hochtouren, während die Polizei versucht, die gestohlenen Vermögenswerte zurückzuholen. Parallel dazu gehen die Maßnahmen gegen Menschenhandels- und Schleusernetzwerke weiter – nach den Razzien und Festnahmen, die Anfang dieses Jahres bekannt gegeben wurden. Über internationale Zusammenarbeit oder weitere Ermittlungsmethoden wurden bisher keine Details preisgegeben.

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