B1-Sprachzertifikat wird für Migrant:innen zur unüberwindbaren Hürde durch BAMF-Kürzungen
B1-Sprachzertifikat wird für Migrant:innen zur unüberwindbaren Hürde durch BAMF-Kürzungen
Migrantinnen und Migranten in Deutschland sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, das Sprachzertifikat B1 zu erwerben – eine direkte Folge jüngster Haushaltskürzungen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat die Förderung für Integrationskurse drastisch gekürzt, wodurch Tausende ohne Unterstützung dastehen. Als Reaktion darauf soll ein neuer Vorbereitungskurs im Rheinisch-Bergischen Kreis die Lücken für diejenigen schließen, die mit der Prüfung hadern.
Ende 2024 strich das BAMF die Möglichkeit, allgemeine Integrationskurse zu wiederholen. Diese Änderung trifft Migrantinnen und Migranten, die die B1-Prüfung beim ersten Versuch nicht bestehen – sie erhalten seitdem keine weitere Förderung. Weitere Kürzungen, die im Dezember 2025 in Kraft treten, werden voraussichtlich rund 129.500 Teilnehmende betreffen – das sind über 40 Prozent der aktuellen Kursteilnehmer. Asylsuchende, Geduldete, Ukrainerinnen und Ukrainer sowie EU-Bürgerinnen und -Bürger verlieren den Anspruch auf Förderung für freiwillige Kurse; anerkannten Geflüchteten bleibt die Unterstützung hingegen erhalten.
Ein Integrationskurs umfasst 600 Unterrichtsstunden, aufgeteilt in sechs Module zu je 100 Stunden, wobei jedes Modul 458 Euro kostet. Ohne Förderung müssen viele Migrantinnen und Migranten die Gebühren nun selbst tragen – was den Zugang deutlich erschwert. Die Kürzungen haben bereits dazu geführt, dass mehr Menschen das B1-Zertifikat nicht erreichen, das jedoch für einen dauerhaften Aufenthalt und den Arbeitsmarktzugang unverzichtbar ist.
Um gegenzusteuern, haben der Jugendmigrationsdienst (JMD) und die Katholische Erwachsenenbildung einen neuen freiwilligen Kurs ins Leben gerufen. Finanziert je zur Hälfte vom JMD und der Initiative Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln, liegt der Fokus auf Konversation und Prüfungsvorbereitung. Der Kurs geht zudem auf typische Hürden ein, etwa Stress, fehlende Vorkenntnisse in Deutsch oder familiäre Probleme. Anders als einfache Konversationskurse richtet er sich an alle Migrantinnen und Migranten – nicht nur an Frauen – und zielt gezielt auf das B1-Zertifikat ab.
Die Anbieter des neuen Kurses hoffen, dass das BAMF die Kürzungen überdenkt und die Bedeutung von Integrationskursen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt anerkennt.
Der Vorbereitungskurs bietet Migrantinnen und Migranten im Rheinisch-Bergischen Kreis eine wichtige Starthilfe auf dem Weg zum B1-Zertifikat. Ohne weitere Änderungen bei der Förderung werden jedoch viele weiterhin Schwierigkeiten haben, sich die notwendige Ausbildung zu leisten oder überhaupt Zugang dazu zu erhalten. Die langfristigen Folgen der Kürzungen sind noch unklar, doch bereits jetzt zeigt sich: Immer weniger Migrantinnen und Migranten erwerben die Sprachkenntnisse, die für eine gelungene Integration unerlässlich sind.
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