STAWAG sucht mit Vibrationen nach Erdwärme unter der Aachener Region

Nancy Neuschäfer
Nancy Neuschäfer
2 Min.
Eine Liniengrafik, die die geothermisch erzeugte elektrische Energie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.Nancy Neuschäfer

STAWAG sucht mit Vibrationen nach Erdwärme unter der Aachener Region

STAWAG startet im Dezember 2025 seismische Untersuchungen in der alemannischen Region Aachen

Ab Anfang Dezember 2025 führt die STAWAG in der Aachener Region seismische Messungen durch. Ziel ist es, zu erkunden, ob tiefe Geothermie eine nachhaltige Wärmequelle für Haushalte vor Ort sein könnte. Bevor die Untersuchungen beginnen, haben Anwohner:innen die Möglichkeit, sich in öffentlichen Informationsveranstaltungen näher über das Vorhaben zu informieren.

Die Untersuchungen erstrecken sich über eine 39 Kilometer lange Strecke, die durch Würselen, Stolberg, Kornelimünster, Haaren, Aachen und Eschweiler führt. Über zwei bis drei Wochen setzt die STAWAG spezielle Vibrationsfahrzeuge ein, um die Untergrundstrukturen zu kartieren. Diese sogenannten Vibroseis-Trucks erzeugen Schwingungen, die detaillierte Bilder der Gesteinsschichten in großer Tiefe liefern.

Bisher gibt es keine Studien, die bestätigen, dass die geologischen Gegebenheiten in Aachen für tiefe Geothermie geeignet sind. Die verfügbaren Daten beziehen sich vor allem auf oberflächennähere Geothermiesysteme in anderen Regionen wie Solingen – das langfristige Potenzial für die Wärmeversorgung der Region ist daher noch unklar. Die anstehenden Untersuchungen sollen diese Wissenslücke schließen, indem sie mögliche heiße Thermalwasservorkommen in der Alemannia identifizieren.

Vor Beginn der Feldarbeiten veranstaltet die STAWAG Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit. Am 22. November treffen Experten in Stolberg auf interessierte Bürger:innen, eine weitere Veranstaltung folgt am 25. November in Aachen-Brand. Dort können Teilnehmende einen echten Vibroseis-Truck besichtigen und Fragen zur Funktionsweise der Technologie stellen.

Tiefe Geothermie könnte dazu beitragen, die regionale Wärmeversorgung erneuerbarer und weniger abhängig von fossilen Brennstoffen zu gestalten. Bei Erfolg ließe sich das Projekt nicht nur klimafreundlich gestalten, sondern auch die CO₂-Emissionen reduzieren – bei gleichzeitig stabiler Energieversorgung für Haushalte.

Die Untersuchungen markieren den ersten Schritt, um die Machbarkeit tiefer Geothermie in Aachen zu prüfen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob unterirdisches Thermalwasser langfristig als Wärmequelle für Haushalte dienen könnte. Bis dahin sammelt die STAWAG Daten – und gibt der Bevölkerung die Chance, den Prozess vor Arbeitsbeginn kennenzulernen.

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