Mercedes-Benz schließt Traditionsstandort in Hilden nach 59 Jahren
Mercedes-Benz schließt Traditionsstandort in Hilden nach 59 Jahren
Mercedes-Benz schließt seinen Standort in Hilden bis Ende Februar 2026
Die Schließung markiert das Ende einer Ära für einen Standort, der seit 1967 Kunden bedient hat. Die Aufgabe des Standorts ist Teil eines umfassenderen Plans des Unternehmens, seine eigenen Einzelhandelsaktivitäten in Deutschland zu reduzieren.
Die Niederlassung in Hilden wurde 1967 eröffnet, als Arthur Brügemann offizieller Mercedes-Händler wurde. Über die Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einem zentralen Bestandteil der lokalen Automobilszene. 2012 und 2013 übernahm Mercedes die vier Autohäuser von Brügemann vollständig und bezeichnete das kombinierte Netzwerk als das größte seiner Art weltweit.
Die Schließung ist Teil eines strategischen Wandels bei Mercedes-Benz. Das Unternehmen zieht sich zunehmend aus dem Betrieb eigener Niederlassungen zurück und setzt stattdessen auf den Verkauf oder die Übertragung an unabhängige Partner. 2023 wurde die Filiale in Dortmund an die Jürgen Gruppe verkauft, während der Standort in Bergisch Gladbach bald an die Lueg Gruppe übergehen wird. Auch die Rhein-Ruhr-Niederlassung, bekannt für ihr starkes Flottengeschäft, könnte in den nächsten zwei Jahren veräußert werden.
Der Betrieb in Hilden wird am 27. Februar 2026 eingestellt, der Mietvertrag für das Grundstück Im Hülsenfeld 1 läuft einige Monate später im Mai aus. Arbeitsplätze werden nicht abgebaut – die Mitarbeiter wechseln entweder an andere Standorte oder arbeiten unter neuer Führung als Servicepartner weiter.
Die Schließung in Hilden ist Teil der laufenden Umstrukturierung von Mercedes-Benz, mit der das Unternehmen Kosten senken und seine Abläufe effizienter gestalten will. Die Belegschaft wird nahtlos in andere Positionen überführt, sodass keine Entlassungen anstehen. Der Schritt entspricht der langfristigen Strategie des Konzerns, sich vollständig aus dem eigenen Händlernetzwerk zurückzuziehen.
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