Solingen setzt auf "Housing First" gegen Wohnungslosigkeit bis 2026
Franco GröttnerSolingen setzt auf "Housing First" gegen Wohnungslosigkeit bis 2026
Solingen will langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit umsetzen
Solingen bereitet die Einführung einer langfristigen Strategie zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in der Stadt vor. Ein fraktionsübergreifender Antrag hat strukturierte Maßnahmen vorangetrieben, mit besonderem Fokus auf Wohnstabilität und Unterstützungsangebote. Aktuell leben etwa 20 Menschen ohne Obdach in der Region – ein dringender Handlungsbedarf.
Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsbeteiligung der Stadt wird am 21. April 2026 über den neuen Ansatz beraten. Kernstück des Plans ist die Übernahme des "Housing First"-Modells*, das schnellen Zugang zu dauerhaftem Wohnraum mit flexibler Begleitung verbindet. Dieses Konzept zielt darauf ab, Obdachlosigkeit zu verringern, indem Wohnungslosigkeit als erste Priorität angegangen wird.
Präventivmaßnahmen rücken ebenfalls in den Mittelpunkt, darunter niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote. Die Stadtverwaltung will die Zusammenarbeit zwischen bestehenden Hilfsprogrammen verbessern und prüft die Einführung von "Lotsendiensten", um die Bemühungen effizienter zu bündeln. Zudem wird das landesgeförderte Projekt "ProMie+ Solingen"*, bisher als zeitlich befristete Initiative, zu einer dauerhaften Einrichtung ausgebaut.
Regelmäßige Fortschrittsberichte sollen die Wirksamkeit der Maßnahmen überwachen. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Hilfen zu schaffen.
Die neue Strategie markiert einen Wandel hin zu einem besser abgestimmten und zukunftsfähigen Umgang mit Obdachlosigkeit in Solingen. Durch die Priorisierung von Wohnstabilität und Unterstützungsstrukturen strebt die Stadt an, die Zahl der Menschen ohne Obdach zu reduzieren. Der Erfolg des Plans hängt dabei von kontinuierlicher Evaluation und der Zusammenarbeit lokaler Akteure ab.






