Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: 400.000 Euro Schaden und Strafanzeigen
Nancy NeuschäferKlimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: 400.000 Euro Schaden und Strafanzeigen
Flughafen Köln/Bonn und Eurowings fordern Schadensersatz nach Klimaprotesten
Nach Klimaprotesten, die im Juli und August den Flugbetrieb behinderten, streben der Flughafen Köln/Bonn und die Fluggesellschaft Eurowings Entschädigungszahlungen an. Der Flughafen beziffert die vorläufigen Schäden auf etwa 125.000 Euro, während die Airline Verluste in Höhe von knapp 284.000 Euro geltend macht. Gegen sechs Beteiligte wurden zudem Strafanzeigen erstattet.
Am 24. Juli 2024 hatten sich laut Angaben fünf Klimaaktivist:innen auf eine Startbahn geklebt und den Flugverkehr für drei Stunden lahmgelegt. Flughafen und Airline ermittelten später die finanziellen Folgen der Verzögerung. Jede der fünf Personen muss nun mit einer Rechnung über rund 4.100 Euro für ihre Beteiligung an der Aktion rechnen.
Ein zweiter Vorfall ereignete sich am 15. August, als sich zwei Protestierende an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festsetzten. Diese Störung dauerte etwa eine Stunde. Beide Beschuldigte wurden mit je knapp 3.250 Euro in Rechnung gestellt.
Insgesamt müssen sich sechs Personen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs im Zusammenhang mit den beiden Aktionen vor dem Landgericht Köln verantworten. Noch steht keine Entscheidung über ein förmliches Verfahren oder einen Prozesstermin an, doch die Behörden behalten sich vor, weitere Schadensersatzforderungen geltend zu machen.
Die Gesamtverluste durch die Proteste belaufen sich auf über 400.000 Euro. Die juristischen Schritte laufen bereits – die Beteiligten wurden für ihre Rolle in den Aktionen zur Kasse gebeten. Die Behörden präzisierten, dass im Verlauf der Verfahren zusätzliche Forderungen möglich seien.






