Blessing fordert mehr Privatwirtschaft bei Infrastruktur und Pharmaforschung
Franco GröttnerBlessing fordert mehr Privatwirtschaft bei Infrastruktur und Pharmaforschung
Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte Deutschlands und Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz, hat eine stärkere Einbindung der Privatwirtschaft in die Infrastrukturprojekte des Landes gefordert. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, dass Deutschland seine führende Position in der globalen pharmazeutischen Forschung und Entwicklung behalten müsse.
Blessing kritisierte die Regierung dafür, öffentliche Mittel nicht effektiv genug einzusetzen, um privates Kapital anzuziehen. Stattdessen plädierte er für eine Intensivierung öffentlich-privater Partnerschaften, um die Infrastrukturentwicklung voranzutreiben.
Darüber hinaus forderte er Nachbesserungen bei den jüngsten Gesundheitsreformen. Sein Vorschlag sieht vor, dass Pharmaunternehmen, die in Deutschland forschen oder produzieren, bevorzugt behandelt werden sollen.
Als weiteren zentralen Punkt nannte Blessing die Rentenreform. Eine solche Reform könnte seiner Ansicht nach dazu beitragen, einen starken Kapitalmarkt aufzubauen und damit das Wachstum von Unternehmen zu fördern.
Blessing wies zudem darauf hin, dass die anfängliche Investoreneuphorie seit der Ankündigung des großen Investitionspakets durch die Koalitionsregierung nachgelassen habe. Seine Empfehlungen zielen darauf ab, das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen und die wirtschaftliche sowie forschungspolitische Stärke Deutschlands zu festigen.






