Zwei Kölner Senioren durchkreuzen dreisten Betrugsversuch an der Haustür
Franco GröttnerZwei Kölner Senioren durchkreuzen dreisten Betrugsversuch an der Haustür
Schnelldenkender 77-Jähriger und sein 100-jähriger Nachbar vereiteln Betrugsversuch in Köln
Am Donnerstagnachmittag durchkreuzten ein geistesgegenwärtiger 77-Jähriger und sein 100-jähriger Nachbar in Köln die Pläne einer Betrügerin. Das schnelle Handeln des Duos verhinderte, dass die Frau an die Bankdaten des älteren Mannes gelangte – der Täterin blieb nichts anderes übrig, als mit leeren Händen zu fliehen.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als der 100-Jährige einen Anruf erhielt: Eine angebliche Bankmitarbeiterin forderte ihn auf, seine Girokarte herauszugeben, und verlangte später auch die PIN. Misstrauisch geworden, griff der 77-jährige Nachbar ein und legte einfach auf.
Kurz darauf tauchte die Betrügerin persönlich an der Haustür auf, gab sich als Bankangestellte aus und bestand darauf, die Karte an sich zu nehmen. Doch der Nachbar durchschaute den Schwindel – gemeinsam mit dem 100-Jährigen stellte er die Frau zur Rede. Noch bevor sie etwas an sich bringen konnte, jagten sie sie aus dem Haus.
Die Polizei beschreibt die Verdächtige als eine dunkelhaarige Frau Mitte 30 mit Tattoos auf beiden Händen und auffällig aufgespritzten Lippen. Die Kriminalwache 25 der Kölner Polizei prüft nun, ob sie auch die Anruferin war.
Ohne Beute musste die Betrügerin abziehen: Weder Geld noch Karten konnte sie erbeuten. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen der Frau und dem Telefonat besteht. Dank der entschlossenen Reaktion der beiden Senioren blieb ein finanzieller Schaden aus.






