Zoll beschlagnahmt zwei Tonnen undeklarierte Lebensmittel auf der A44
Nancy NeuschäferZoll beschlagnahmt zwei Tonnen undeklarierte Lebensmittel auf der A44
Zollbeamte in Bielefeld haben auf der Autobahn A44 einen Transporter mit fast zwei Tonnen undeklarierter Lebensmittel beschlagnahmt. Das in Moldau zugelassene Fahrzeug wurde in der Nähe von Bad Wünnenberg angehalten, nachdem Beamte eine große Ladung Fleisch, Milchprodukte und frische Lebensmittel ohne die erforderlichen Papiere oder Zollabgaben entdeckt hatten.
Der Kühltransporter war im Rahmen einer Routinekontrolle gestoppt worden. Im Inneren fanden die Beamten 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol und eine beträchtliche Menge leicht verderblicher Waren – darunter rohes Fleisch, Käse, Eier sowie frisches Obst und Gemüse. Der Fahrer behauptete, es handele sich um Pakete für moldawische Arbeitskräfte in Irland, konnte jedoch kein vorgeschriebenes Pflanzengesundheitszeugnis für die Waren vorlegen.
Die Lebensmittel waren ohne EU-Zollabfertigung eingeführt worden, sodass keine Einfuhrabgaben entrichtet wurden. Rohe Fleischwaren, Käse und Eier verstießen gegen Lebensmittelsicherheitsvorschriften, was umgehendes Handeln erforderte. Die Behörden konsultierten das Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Soest, bevor sie die Vernichtung aller verderblichen Waren durch ein zugelassenes Entsorgungsunternehmen anordneten.
Mittlerweile wurden gegen den Fahrer und eine zweite beteiligte Person strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro hinterlegen, um die voraussichtlichen Kosten für Lagerung, Entsorgung, Einfuhrsteuern und mögliche Bußgelder abzudecken.
Der Fall reiht sich in einen größeren Trend ein: Allein 2024 verzeichnete der deutsche Zoll rund 1.200 Fälle illegaler oder undeklarierter Lebensmittelimporte, vor allem von nicht deklariertem Fleisch und Milchprodukten aus Osteuropa und Asien. Besonders betroffen waren Großflughäfen wie Frankfurt und München, wo die meisten Beschlagnahmungen stattfanden.
Die beschlagnahmten Waren wurden vernichtet, die Ermittlungen dauern an. Der deutsche Zoll überwacht Lebensmittelimporte weiterhin genau, insbesondere dann, wenn die erforderlichen Dokumente fehlen oder Zollabgaben umgangen werden. Die Sicherheitsleistung von 2.000 Euro soll die Entsorgungskosten sowie etwaige Strafen decken.






