Willich: Eltern kämpfen um Kita-Plätze und fordern Klarheit von Bürgermeister Pakusch
Trudel EimerWillich: Eltern kämpfen um Kita-Plätze und fordern Klarheit von Bürgermeister Pakusch
Eltern in Willich fordern von Bürgermeister Pakusch Antworten auf die Abschaffung geplanter Kita-Projekte und die wachsende Sorge um die Kinderbetreuung. Zwei geplante Kita-Neubauten wurden wegen Haushaltskürzungen und sinkender Anmeldungen gestrichen – obwohl immer mehr Kinder einen Platz benötigen. Nun verlangt ein zweiter offener Brief Klarheit über die Behauptungen der Stadt zu längeren Anfahrtswegen zu den verbleibenden Einrichtungen.
Bereits im März hatten Elternvertreter und der Förderverein der Kita Alperof einen ersten offenen Brief an den Bürgermeister geschickt. Eine Antwort blieb aus. Seitdem haben sie Pakusch zu einem direkten Gespräch eingeladen, in der Hoffnung auf Transparenz bei der Kinderbetreuungsstrategie der Stadt.
Durch die Streichungen bleibt nur noch ein neues kommunales Projekt: das generationenübergreifende Zentrum Reinershof. Dort soll die Kita Alperof untergebracht werden, doch Fragen zur Finanzierung bleiben – besonders, da nun ein nicht namentlich genannter Investor beteiligt ist. Kritiker zweifeln an der langfristigen Verpflichtung der Stadt.
Unterdessen unterstreicht die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" die Notwendigkeit lokaler Betreuungsangebote. Offizielle Zahlen zeigen einen Anstieg der angemeldeten Kinder um 8 % von 2021 bis 2025 – von 2.800 auf über 3.000. Doch mit weniger Kitas müssen Eltern weitere Wege für ihre Kinder in Kauf nehmen.
Der zweite offene Brief drängt den Bürgermeister, Widersprüche in der Argumentation der Stadt aufzuklären. Werden keine neuen Einrichtungen gebaut, könnten Familien mit knappen Plätzen und längeren Fahrzeiten kämpfen. Das Reinershof-Projekt bleibt der einzige aktive Plan – doch seine Finanzierung und Auswirkungen stehen weiterhin in der Kritik.






