Strack-Zimmermann bewirbt sich für FDP-Doppelspitze nach Wahlniederlagen
Irmhild PutzStrack-Zimmermann bewirbt sich für FDP-Doppelspitze nach Wahlniederlagen
Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat offiziell ihre Bewerbung für eine Doppelspitze in der Parteiführung eingereicht. Ihre Ankündigung erfolgte während einer Sitzung des FDP-Präsidiums am 23. März 2026, nachdem die Partei bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz enttäuschende Ergebnisse erzielt hatte. Medien hatten bereits am frühen Montagnachmittag über ihre mögliche Kandidatur spekuliert.
Strack-Zimmermann machte deutlich, dass sie das Amt nur im Rahmen einer Doppelspitze übernehmen würde. Sie betonte ihre Bereitschaft, Verantwortung zu tragen – vorausgesetzt, die Partei stehe hinter ihr. Gleichzeitig kritisierte sie potenzielle Bewerber, die die Wahl für persönliche Vorteile oder zur Klärung interner Konflikte nutzen könnten.
In ihrer Erklärung warf sie solchen Personen vor, ihr eigenes Ego über die Zukunft der Partei zu stellen. Zudem schloss sie aus, Kandidaten zu unterstützen, die mit spalterischen Absichten in den Führungswettbewerb gingen. Als Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungssausschusses des Europäischen Parlaments räumte sie zwar ihre hohe Arbeitsbelastung ein, blieb der Aufgabe jedoch verpflichtet.
Mit Dank an die FDP unterstrich sie ihr langfristiges Ziel, die Zukunft des organisierten Liberalismus mitzugestalten. Ihr Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei nach jüngsten Wahlniederlagen neu aufstellen will.
Strack-Zimmermanns Kandidatur bringt eine klare Haltung zu den Führungsprioritäten ein. Sollte sie gewählt werden, würde sie Teil eines Doppelspitzen-Teams sein, das die FDP nach schwachen regionalen Ergebnissen stabilisieren soll. Die Partei wird nun ihren Vorschlag zusammen mit anderen potenziellen Bewerbern prüfen.






