14 June 2026, 08:26

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Lärmbelästigung im Madrider Metropolitano-Stadion

Für diejenigen, die rocken wollen, verhängen wir eine Strafe: AC/DC-Konzert im Metropolitano kostet €80.800 wegen Lärmbelästigung

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Lärmbelästigung im Madrider Metropolitano-Stadion

Anwohner in der Nähe des Madrider Metropolitano-Stadions haben sich über Lärmbelästigung und Verkehrsbehinderungen durch Veranstaltungen beschwert. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid hat nun Ermittlungen zu dem Fall eingeleitet und damit die früheren Untersuchungen des Bürgerbeauftragten übernommen.

Der Madrider Stadtrat führte im Jahr 2025 insgesamt 29 Lärmkontrollen im Stadion durch. Dabei wurden in 14 Fällen die Vorschriften vollständig eingehalten, während in vier Fällen Verstöße festgestellt wurden. Die Municipal-Polizei maß zudem bei einem nächtlichen AC/DC-Konzert Schallpegel, die fünf bis zehn Dezibel über den zulässigen Grenzwerten lagen.

Die Stadtverwaltung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Lärm zu reduzieren, darunter die Installation von 408 schallabsorbierenden Paneelen und die Steuerung der Ausrichtung der Beschallungsanlagen. Trotz dieser Schritte wurden bei Überschreitungen Bußgelder verhängt. Das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier erhielt eine Strafe von 180 Euro für eine vier Dezibel betragende Überschreitung am Tag. Ein Konzert von Imagine Dragons wurde mit 500 Euro belegt, nachdem nachts ein ähnlicher Verstoß registriert wurde. Die Überschreitung beim AC/DC-Konzert wurde als „besonders schwerwiegend“ eingestuft, was zu einem Bußgeld in Höhe von 80.800,80 Euro führte.

Die meisten Konzerte in der Arena müssen spätestens um Mitternacht enden, wobei es an Wochenenden und Feiertagen Ausnahmen gibt.

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Die Ermittlungen der Provinzialstaatsanwaltschaft laufen noch. Die Durchsetzungsmaßnahmen und Lärmminderungsbemühungen des Stadtrats zielen darauf ab, die Beschwerden der Anwohner zu bearbeiten. Bußgelder und Kontrollen bleiben bestehen, um künftige Veranstaltungen im Stadion zu regulieren.

Quelle