14 June 2026, 12:24

Streit um Telemedizin-Kabine stoppt Modernisierung der Winterberger Apotheke

Deutsche Apotheken-Beamte verbieten Arzt-Cube in Apotheke

Streit um Telemedizin-Kabine stoppt Modernisierung der Winterberger Apotheke

Die Apothekerkammer der Region hat die Installation einer Telemedizin-Kabine des Anbieters Medivise in der Franziskus-Apotheke in Winterberg gestoppt. Die Entscheidung fiel nur einen Tag vor der feierlichen Wiedereröffnung der Apotheke. Die für 60.000 Euro erworbene Kabine sollte am 18. Dezember in Betrieb genommen werden.

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Jürgen Schäfer, der Inhaber der Apotheke, hatte geplant, die Kabine zur Optimierung des täglichen Betriebs einzusetzen. Er war überzeugt, dass sie die Bearbeitung von Wiederholungsrezepten beschleunigen und unnötige Notaufnahmebesuche verringern würde. Nach deutschem Recht ist die telemedizinische Beratung in Apotheken gemäß § 129 Absatz 5h des Sozialgesetzbuchs (SGB V) ausdrücklich erlaubt.

Die Apothekerkammer argumentierte jedoch, dass eine Arztkabine innerhalb einer Apotheke gegen Vorschriften verstoße und zu unangemessenen Patientenüberweisungen führen könnte. Medivise hingegen betonte, es gebe keine rechtlichen Hindernisse, da die Kabine alle relevanten Anforderungen erfülle. Die Kammer hat zwar keine schriftliche Begründung vorgelegt, warnte aber, dass Jasmin Ennulath, die die Apotheke im Januar übernehmen soll, ihre Approbation verlieren könnte, falls die Kabine installiert würde.

Schäfer hat nun Widerspruch eingelegt und arbeitet mit Medivise daran, das Verbot anzufechten. Der Streit lässt die Zukunft der Kabine ungewiss. Schäfer bleibt entschlossen, die Angelegenheit vor der Übergabe der Apotheke an Ennulath zu klären. Durch das Verbot verzögern sich die Pläne zur Modernisierung der Dienstleistungen in der Franziskus-Apotheke.

Quelle