Sanierungsentscheidungen für Jugendzentrum und Bürgerzentrum sorgen für Debatten
Trudel EimerSanierungsentscheidungen für Jugendzentrum und Bürgerzentrum sorgen für Debatten
Die lokalen Behörden haben wichtige Weichenstellungen für öffentliche Einrichtungen und die Haushaltsplanung vorgenommen. Der Jugendwohlfahrtsausschuss genehmigte dringende Sanierungsmaßnahmen im Jugendzentrum Q1 und unterstützte Pläne für ein neues Jugendzentrum. Gleichzeitig standen Debatten über die elektrische Sanierung des Bürgerzentrums Bergischer Löwe sowie grundsätzliche Haushaltsfragen im Mittelpunkt.
Der Jugendwohlfahrtsausschuss stimmte mit großer Mehrheit für die Bereitstellung von 250.000 Euro zur dringenden Renovierung des Jugendzentrums Quirlsberg. Diese Übergangsmaßnahmen sollen Brandschutzmängel und elektrische Probleme beheben, während die langfristigen Pläne für ein neues Jugendzentrum voranschreiten. Die geplante 250 Quadratmeter große Einrichtung in der Oberen Hauptstraße soll flexibel von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum genutzt werden. Ein detailliertes Nutzungskonzept wird gemeinsam mit den künftigen Nutzern erarbeitet.
Unterdessen verschob der Haushaltsausschuss die Beratungen über den diesjährigen Haushalt und Personalplanungen auf die nächste Sitzung des vollen Stadtrats am kommenden Dienstag. CDU, Grüne und SPD setzten durch, dass eine sofortige Abstimmung ausbleibt; alle diesbezüglichen Anträge wurden einstimmig angenommen. Die CDU bestand jedoch auf erhebliche Kürzungen und eine Neuausrichtung des von Bürgermeister Marcel Kreutz vorgelegten Haushaltsentwurfs. Für eine Mehrheit im gemäßigteren Lager benötigt sie dabei die Unterstützung von SPD und Grünen.
Die Verwaltung beantragte zudem 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Elektroanlagen im Bürgerzentrum Bergischer Löwe und verwies auf Hochwassergefahren. Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, warnte, dass ohne Sanierung Überschwemmungen lebensbedrohliche Situationen verursachen könnten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Waldschmidt hinterfragte die Logik einer teuren Teilsanierung und plädierte stattdessen für ein Gesamtkonzept. Befürworter argumentierten, dass die neuen Elektroarbeiten ein notwendiger Schritt hin zu einer späteren Komplettsanierung seien und keine Mittel verschwendet würden.
Die genehmigten Sanierungen im Jugendzentrum Q1 ermöglichen den Weiterbetrieb, während das neue Jugendzentrum geplant wird. Die elektrische Modernisierung des Bergischen Löwen bleibt umstritten – hier werden Sicherheitsbedenken gegen langfristige Sanierungsstrategien abgewogen. Die endgültigen Haushaltsentscheidungen werden nun in der nächsten Woche vom vollen Stadtrat beraten.






