RWE setzt auf Wasserstoff: Neues Gaskraftwerk in Voerde bis 2030
Nancy NeuschäferRWE setzt auf Wasserstoff: Neues Gaskraftwerk in Voerde bis 2030
RWE baut in Voerde ein neues wasserstofftaugliches Gaskraftwerk
Der Energiekonzern RWE errichtet in Voerde am Niederrhein ein modernes Gaskraftwerk mit Wasserstoffkapazität. Die Anlage soll eine Leistung von 850 Megawatt erreichen und bis 2030 in Betrieb gehen. Mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent Wasserstoff am Brennstoffmix passt das Projekt in die Strategie des Unternehmens, flexible und CO₂-arme Energielösungen auszubauen.
Der Standort wurde mit Bedacht gewählt: Das Kraftwerk liegt an der geplanten Trasse des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und profitiert so von der künftigen Infrastruktur für grüne Energien. Zudem erfüllt die Anlage die staatlichen Vorgaben für flexible, dekabonisierte Stromerzeugung – ein entscheidender Vorteil bei der Teilnahme an geförderten Ausschreibungen.
Mit dem Projekt zielt RWE auf die sogenannten "Dunkelflauten" ab, Phasen mit geringem Angebot an Wind- und Solarstrom. Dank wasserstofffähiger Gasturbinen kann das Kraftwerk dann einspringen und die Versorgungssicherheit gewährleisten. Diese Strategie überzeugt auch Finanzanalysten: Institute wie JPMorgan, Bernstein Research und Goldman Sachs stufen die RWE-Aktie weiterhin positiv ein.
Der Markt reagiert entsprechend: Seit Januar ist der Aktienkurs des Konzerns um über 37 Prozent gestiegen. Investoren setzen offenbar auf die langfristige Ausrichtung des Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf staatlich geförderte Energieprojekte.
Das Kraftwerk in Voerde wird eine Schlüsselrolle in RWEs Transformationsplan spielen. Durch die Wasserstofftauglichkeit und die Anbindung an das Stromnetz deckt es sowohl aktuelle als auch künftige Energiebedarfe ab. Mit Subventionen und dem Fertigstellungstermin 2030 markiert das Vorhaben einen wichtigen Schritt in der CO₂-armen Expansion des Konzerns.






