Rafael Seligmann diskutiert in Mönchengladbach über Antisemitismus und jüdisches Leben heute
Irmhild PutzRafael Seligmann diskutiert in Mönchengladbach über Antisemitismus und jüdisches Leben heute
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Mönchengladbach veranstaltet Lesung und Podiumsdiskussion
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Mönchengladbach lädt am Dienstag, den 18. November, um 19:30 Uhr zu einer öffentlichen Veranstaltung in den WandelSaal der Stadtbibliothek (Carl Brandts Haus) ein. Der Autor Rafael Seligmann stellt dort sein neues Buch "Keine Atempause für Juden" vor. Der Abend umfasst eine Lesung sowie eine anschließende Diskussion mit Expert:innen über jüdisches Leben und Antisemitismus in Deutschland heute.
Rafael Seligmann kam 1957 als Kind nach Deutschland und beschreibt sich trotz jahrzehntelanger Präsenz im Land oft als Außenseiter – gar als "Musterjude". In seinem Buch zeichnet er fast 70 Jahre persönlicher Erfahrungen nach und verbindet historischen Antisemitismus mit seinen modernen Ausprägungen.
Im Anschluss an die Lesung folgt eine Podiumsdiskussion mit Ulrich Elsen, Rolf Tophoven und Dr. Martin Kessler. Gemeinsam mit Seligmann werden sie erörtern, wie alltägliche Vorfälle das jüdische Leben in Deutschland bis heute prägen.
Aktuelle Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit des Themas: 2024 wurden 211 antisemitische Vorfälle an NS-Gedenkstätten registriert – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Seit dem 7. Oktober 2023 hat die Zahl der gemeldeten antisemitischen Zwischenfälle stark zugenommen, was Forderungen nach einer besseren Vernetzung von Polizei und Zivilgesellschaft laut werden lässt. Politiker:innen und Aktivist:innen fordern zunehmend schärfere Maßnahmen gegen Hasskriminalität.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Kostenfreie Tickets können vorab über die Website der Gesellschaft unter *www.gcjz-mg.de* reserviert werden.
Der Abend soll sowohl historische als auch aktuelle Herausforderungen jüdischer Gemeinden in Deutschland beleuchten. Durch die Verbindung von Seligmanns persönlichem Bericht mit weiteren Diskussionen will die Veranstaltung Bewusstsein schaffen und den Dialog anregen. Die Organisator:innen hoffen auf eine große Teilnahme, um den wachsenden Sorgen über Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft zu begegnen.






