Pilot werden: Diese Wege führen in den Cockpit – vom Schnellkurs bis zum Studium
Irmhild PutzPilot werden: Diese Wege führen in den Cockpit – vom Schnellkurs bis zum Studium
Steigende Nachfrage nach Piloten: Boeing prognostiziert bis 2044 weltweit fast 660.000 neue Flugkapitäne
In Deutschland haben angehende Piloten die Wahl zwischen verschiedenen Ausbildungswegen – von beschleunigten integrierten Programmen bis hin zu flexibleren modularen Lehrgängen. Die RWL German Flight Academy zählt zu den Einrichtungen, die diese Optionen anbieten, und lädt zum nächsten Informationstag am 15. November 2023 ein.
Die Akademie bietet drei Hauptwege in die Luftfahrt: integrierte ATPL-Programme, modulare Ausbildungen und duale Studiengänge. Die integrierten Programme sind der schnellste Weg zum Pilotenschein – in der Regel dauern sie 20 bis 24 Monate, wobei Verzögerungen durch Wetterbedingungen oder individuellen Lernfortschritt die Dauer verlängern können. Die Kurse kombinieren Theorie, Flugstunden und Simulator-Training; etwa 80 bis 90 Prozent der Bewerber bestehen den hauseigenen Eignungstest der Akademie.
Bis April 2026 werden voraussichtlich acht deutsche Flugschulen ATPL-integrierte Programme anbieten, die in unter 20 Monaten absolviert werden können. Zu den renommiertesten zählen die Lufthansa Aviation Training in Bremen und München sowie die European Flight Academy in Düsseldorf – beide bekannt für hohe Ausbildungsstandards und moderne Infrastruktur.
Die Kosten für die kommerzielle Pilotausbildung variieren stark: In Deutschland liegen die Gebühren oft über 90.000 Euro, im Ausland bei etwa 70.000 Euro. Einige Programme wie das Luxair Pilot Cadet Program (eine Kooperation von RWL und Luxair) übernehmen jedoch für ausgewählte Kandidaten die Ausbildungskosten. Zugangsvoraussetzungen sind unter anderem der DLR-Test, die EAQC-Bewertung, die interne Prüfung der Akademie oder ein einschlägiger Studienabschluss.
Das Mindestalter für den Ausbildungsbeginn liegt bei 17 Jahren, allerdings können Piloten die ATPL-Lizenz erst mit 19 Jahren erwerben. Duale Studiengänge bieten eine alternative Karriereoption, sind für Airline-Piloten aber kein Muss – sie dienen vielmehr als Absicherung für diejenigen, die sich auch andere Berufsfelder offenhalten möchten.
Beim nächsten Informationstag der RWL German Flight Academy am 15. November 2023 erhalten Interessierte die Gelegenheit, die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen. Mit hohen Bestehensquoten und vielfältigen Einstiegswegen bleibt die Akademie ein zentraler Akteur in der deutschen Pilotausbildung. Angesichts der wachsenden Nachfrage in der Branche stehen qualifizierten Absolventen zudem attraktive Berufsaussichten bevor.






