17 March 2026, 01:07

Polizei warnt nach Airsoft-Vorfällen: Spielzeugwaffen können gefährliche Folgen haben

Ein Plakat, das eine Gruppe von Menschen zeigt, einige bewaffnet, die zwischen Gebäuden mit Rauch stehen, beschriftet mit "New York - Der Kampf zwischen Randalierern und Miliz".

Polizei warnt nach Airsoft-Vorfällen: Spielzeugwaffen können gefährliche Folgen haben

Die deutsche Polizei hat erneut vor dem Mitführen oder Abfeuern von Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit gewarnt, nachdem zwei getrennte Vorfälle Sicherheitsbedenken ausgelöst haben. In einem Fall nahmen Beamte in Nürnberg einen 13-Jährigen vorläufig fest, nachdem es Meldungen über einen bewaffneten Schüler gegeben hatte. In einem anderen Vorfall sollen zwei Jugendliche in Lüdenscheid mit einer Softair-Pistole auf eine Frau geschossen haben. Die Behörden betonten, dass ein solches Verhalten zu schweren Missverständnissen und rechtlichen Konsequenzen führen könne.

Der erste Vorfall ereignete sich an einer Schule in Nürnberg, wo die Polizei Hinweise auf einen Schüler erhielt, der eine Airsoft-Pistole bei sich trug. Spezialeinsatzkräfte (SEK) rückten an, um das Gebäude zu sichern, bevor der 13-Jährige vorläufig festgenommen wurde. Verletzte gab es nicht, doch das Polizepräsidium Augsburg erinnerte später daran, dass waffenähnliche Gegenstände – selbst Attrappen – in der Öffentlichkeit Alarm auslösen und gefährliche Situationen herbeiführen können.

In einem separaten Fall sollen zwei Jugendliche in Lüdenscheid auf der Altenaer Straße mit einer Softair-Pistole auf eine Passantin geschossen haben. Die Frau hatte sie zuvor gebeten, das Abfeuern von Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines Discounters zu unterlassen. Statt darauf einzugehen, schossen die Teenager auf sie, beschimpften sie verbal und flüchteten. Die Polizei identifizierte die Jugendlichen später und erstattete Anzeige gegen sie, bevor sie ihren Eltern übergeben wurden.

Obwohl Softair-Pistolen oft frei verkäuflich sind, verbietet das deutsche Recht, sie offen in der Öffentlichkeit zu tragen oder abzuschießen. Verstöße können nach den Waffenbestimmungen des Landes rechtliche Folgen haben. Die Polizei hat wiederholt betont, dass solche Gegenstände – obwohl nicht tödlich – leicht mit echten Schusswaffen verwechselt werden können und so unnötige Eskalationen auslösen.

Beide Vorfälle verdeutlichen die Risiken, die mit dem unsachgemäßen Umgang von Nachbildungen von Waffen in öffentlichen Räumen verbunden sind. Die Behörden haben bekräftigt, dass selbst Spielzeugwaffen polizeiliche Maßnahmen und juristische Strafen nach sich ziehen können. Die Frau in Lüdenscheid blieb unverletzt, doch die Fälle erinnern an die strengen Regeln, die in Deutschland für waffenähnliche Gegenstände gelten.

AKTUALISIERUNG

Münchner Vermieter muss sich wegen Bedrohung mit Softair-Pistole verantworten

Ein Münchner Vermieter muss sich nach Angaben der Polizei wegen Bedrohung verantworten. Er soll einen 27-Jährigen mit einer Softair-Pistole eingeschüchtert haben, weil dieser 600 Euro Miete schuldig war. Der 58-Jährige soll mit der Spielzeugwaffe vor der Wohnung des Mannes aufgetaucht sein. Die Polizei hat nun eine Untersuchung wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die Waffe wurde sichergestellt. Der Vorfall in Bayern zeigt, wie leichtfertig Erwachsene mit Nachbauten von Schusswaffen umgehen und damit das Gesetz brechen können.