17 March 2026, 10:29

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen – Kritik an mangelnder Barrierefreiheit

Alte Ansichtskarte des Bahnhofs Germersheim in Deutschland, die ein Gebäude mit Fenstern, einen Zaun, einen Laternenpfahl, Menschen, Fahrzeuge, Bäume und einen bewölkten Himmel zeigt.

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen – Kritik an mangelnder Barrierefreiheit

Die Deutsche Bahn hat Pläne bekannt gegeben, ihre Reisezentren an den Hauptbahnhöfen Wuppertal und Solingen zu schließen. Die Entscheidung fällt nach dem Verlust einer wichtigen Einnahmequelle durch den Ticketverkauf. Kritiker warnen, dass dieser Schritt viele Fahrgäste ohne essenzielle persönliche Unterstützung zurücklassen werde.

Hintergrund der Schließungen sind finanzielle Zwänge, da die Bahn an diesen Standorten keine Gewinne mehr mit dem Ticketverkauf erzielt. Zwar hat das Unternehmen seine digitalen Dienstleistungen ausgebaut – etwa mit der DB-Navigator-App, Echtzeit-Updates und Chatbots –, doch Politiker betonen, dass diese Alternativen nicht für alle ausreichend sind.

Die SPD-Politiker Dilek Engin, Josef Neumann und Andreas Bialas haben sich gegen die Pläne ausgesprochen. Sie weisen darauf hin, dass ältere Menschen, Touristen und sozial benachteiligte Gruppen oft auf persönliche Beratung angewiesen sind, insbesondere bei komplexen Buchungen oder kurzfristigen Änderungen. Andreas Bialas unterstrich, dass digitale Lösungen für technisch weniger Versierte überfordernd sein können.

Ein Pressesprecher der Deutschen Bahn in Düsseldorf, Dirk Pohlmann, lehnte eine Stellungnahme zu den Schließungen ab. Die fehlende offizielle Reaktion verstärkt die Bedenken hinsichtlich Transparenz. Kritiker bemängeln zudem, dass der Wegfall dieser Servicepunkte das Image des Unternehmens weiter beschädigen könnte – besonders bei Verspätungen oder Störungen.

Die Schließung der Reisezentren in Wuppertal und Solingen wird den Fahrgästen weniger Möglichkeiten für persönliche Hilfe lassen. Zwar bleiben digitale Tools und telefonische Unterstützung bestehen, doch der Verlust dieser Anlaufstellen könnte für Menschen mit technischen oder sprachlichen Schwierigkeiten Hürden schaffen. Der Schritt wirft Fragen zur Barrierefreiheit und zum Kundenservice für wichtige Zielgruppen auf.

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