14 June 2026, 04:25

Pfändungsschutzkonten in Deutschland: Banken blockieren oft zu Unrecht Betroffene

Telefonische Beratungszeiten        Caritas stellt Probleme mit P-Konten zur Diskussion

Pfändungsschutzkonten in Deutschland: Banken blockieren oft zu Unrecht Betroffene

Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (AG SBV) deckt Mängel bei deutschen Pfändungsschutzkonten (P-Konten) auf

Während ihrer Aktionswoche vom 15. bis 19. Juni macht die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (AG SBV) auf gravierende Defizite bei den deutschen Pfändungsschutzkonten (P-Konten) aufmerksam. Lokale Schuldnerberatungsstellen wie die Caritas Kempen-Viersen unterstützen die Kampagne mit Berichten über konkrete Problemfälle aus der Praxis.

Die Caritas Kempen-Viersen betreibt Schuldnerberatungsstellen in Viersen, Dülken und Schwalmtal. Dort wird immer wieder beobachtet, dass Banken bei Eingang eines Pfändungsbeschlusses oft säumtige Girokonten komplett sperren – selbst wenn diese eigentlich in ein P-Konto umgewandelt werden müssten. Häufig kommt es zu Verzögerungen, sodass gesetzliche Freibeträge nicht greifen und Betroffene keinen Zugriff auf ihr Geld haben.

Monatlich sind in Deutschland zwischen 300.000 und 350.000 Konten von Pfändungen betroffen. Simone Stahn-Florian, Schuldnerberaterin bei der Caritas in Viersen, kritisiert die rechtlichen Unklarheiten beim Pfändungsschutz. Sie fordert verbindliche Standards für Banken, besser geschultes Personal und konsequente Sanktionen bei Verstößen. Im Rahmen der Aktionswoche bietet Elisabeth Mankertz am Donnerstag, den 18. Juni, von 11 bis 12 Uhr eine Telefon-Sprechstunde an.

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Die AG SBV benennt zudem erhebliche Mängel bei Basis-Girokonten, die eigentlich jedem Verbraucher den Zugang zu einem Girokonto sichern sollen. Beraterinnen wie Stahn-Florian appellieren an die Politik, endlich wirksame Maßnahmen für einen stärkeren Pfändungsschutz umzusetzen. Ziel der Kampagne ist es, grundlegende Verbesserungen bei der Handhabung dieser Konten durchzusetzen.

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