Mordprozess: 32 Messerstiche – Mann behauptet Notwehr nach Streit um Selbstständigkeit
Franco GröttnerAussage im Mordprozess: Angeklagter berichtet von Angriff - Mordprozess: 32 Messerstiche – Mann behauptet Notwehr nach Streit um Selbstständigkeit
Ein Mann, der wegen des Mordes an seiner Ehefrau vor Gericht steht, behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben, nachdem sie ihn zuerst angegriffen habe. Bei dem Vorfall erlag seine Frau 32 Messerstichen, während er selbst eine schwere Bauchverletzung erlitt. Die Polizei wurde kurz nach der Tat vom Angeklagten selbst alarmiert.
Das Paar hatte vor der Tat über eine geplante Reise zu Verwandten in die Niederlande gestritten. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Weigerung des Angeklagten, die Selbstständigkeit seiner Frau – einschließlich ihrer Kontakte zu Freunden und Familie – zu akzeptieren, ihn zur Gewalt getrieben habe.
Während des Prozesses gab der Mann zu, seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen zu haben, bestand jedoch darauf, dass sie ihn zuerst geschlagen habe. Die Behörden gingen zunächst davon aus, dass seine Bauchverletzung auf einen Suizidversuch zurückging. Der Körper seiner Frau wies 32 Stichwunden auf, die sich vor allem am Oberkörper konzentrierten.
Nach dem Angriff rief der Angeklagte den Notruf. Als die Beamten eintrafen, fanden sie ihn verletzt neben der leblosen Frau vor.
Im Mittelpunkt des Prozesses stehen widersprüchliche Schilderungen der Ereignisse, die zum Tod der Frau führten. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass es sich um einen vorsätzlichen Mord handelte, während der Angeklagte behauptet, sich nur verteidigt zu haben. Das Gericht wird nun die Beweise prüfen, um die Verantwortung für die tödlichen Messerstiche zu klären.






