17 March 2026, 04:27

Mönchengladbachs Bürger entscheiden per Briefwahl über Olympia-Bewerbung 2036

Plakat für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul, Südkorea, das einen Läufer mit den Olympischen Ringen im Hintergrund und den Text "Olympische Spiele" oben zeigt.

Mönchengladbachs Bürger entscheiden per Briefwahl über Olympia-Bewerbung 2036

Mönchengladbach stimmt überOlympia-Bewerbung ab: Bürgerentscheid per Briefwahl

Mönchengladbach steht vor einer wegweisenden Entscheidung über seine Rolle in Deutschlands Olympia-Plänen. Der Stadtrat wird die Bürger in einer Briefwahl darüber abstimmen lassen, ob sich die Stadt dem Bewerbungsprozess der Region Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 anschließen soll. Bei einer Zustimmung würde Mönchengladbach Hockey-Wettbewerbe in seinen Spitzenarenen ausrichten, darunter im HockeyPark und im Borussia-Park.

Die Abstimmung findet ausschließlich per Post statt. Bis zum 29. März erhalten alle wahlberechtigten Einwohner die Unterlagen. Wahlberechtigt sind Personen ab 16 Jahren, die in Mönchengladbach gemeldet sind und entweder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder Staatsangehörige eines EU-Landes sind. Jedes Wahlpaket enthält einen Stimmzettel, einen blauen Umschlag für die Stimme, eine Wahlbenachrichtigung, einen roten Rückumschlag sowie eine Broschüre mit Erläuterungen zum Vorhaben.

Die ausgefüllten Stimmzettel müssen bis spätestens 16:00 Uhr am 15. April eingereicht sein. Die Auszählung beginnt vier Tage später im Briefwahlzentrum des Berufskollegs Volksgartenstraße und startet am 19. April um 16:00 Uhr. Damit das Ergebnis Gültigkeit erlangt, müssen mindestens 10 Prozent der Wahlberechtigten – etwa 20.400 Personen – mit "Ja" stimmen.

Die Region Rhein-Ruhr hat sich gemeinsam mit Städten wie Berlin, Hamburg und München für eine deutsche Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Sollte der Zuschlag erfolgen, würde Mönchengladbach die Hockey-Turniere in seinen bestehenden Anlagen ausrichten. Kiel wird unterdessen von den meisten Bewerberregionen als möglicher Austragungsort für Wassersportarten gehandelt.

Das Ergebnis der Abstimmung entscheidet, ob Mönchengladbach Teil der deutschen Olympia-Pläne wird. Ein gültiges "Ja" würde die Beteiligung der Stadt an der Bewerbung bestätigen, wobei die Hockey-Wettkämpfe in den vorhandenen Sportstätten stattfinden sollen. Die endgültige Vergabe der Spiele obliegt jedoch dem Internationalen Olympischen Komitee.

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