22 March 2026, 16:28

Mobbingvorwürfe erschüttern NRW-Bauministerium unter Ina Scharrenbach

Ein Mann in einem weißen Kleid und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einer anderen Person mit Brille rechts von ihm, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - Mobbingvorwürfe erschüttern NRW-Bauministerium unter Ina Scharrenbach

Vorwürfe wegen Mobbing und giftigem Arbeitsklima im Bauministerium von Nordrhein-Westfalen

Nach Berichten des Spiegel und des WDR herrscht im Bauministerium von Nordrhein-Westfalen unter Ministerin Ina Scharrenbach ein Klima aus "Angst und Einschüchterung". Die Vorwürfe haben interne Überprüfungen und direkte Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden ausgelöst.

Auslöser der Kontroverse war ein interner Vermerk, den der Spiegel veröffentlichte und der eine feindselige Atmosphäre in Scharrenbachs Ministerium beschreibt. Demnach informierte eine Personalvertreterin bereits im Januar 2025 Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, über die Vorfälle. Der WDR bestätigte später, dass Liminski noch vor der Bundestagswahl 2025 von den Mobbingvorwürfen wusste.

Liminski räumte ein, dass die Umstrukturierung der Digitalverwaltungsabteilung zu Beginn der Legislaturperiode Fragen aufgeworfen habe. Diese seien in Gesprächen mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke thematisiert worden. Gleichzeitig wurde ein anonymer hochrangiger Beamter mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört."

Scharrenbach gab daraufhin zu, dass ihr Führungsstil mitunter Defizite aufwies. Sie zeigte sich tief betroffen von den Rückmeldungen und kündigte an, sich direkt mit den Beschäftigten auszutauschen. Konkrete Maßnahmen wie gemeinsame Treffen mit Mitarbeitenden und dem Personalrat wurden inzwischen eingeleitet, um die Führungsprozesse zu verbessern.

Das Ministerium hat Schritte eingeleitet, um die Vorwürfe aufzuarbeiten – Scharrenbach bot betroffenen Beschäftigten persönliche Gespräche an. Veränderungen in der Führungspraxis sind im Gange, doch die langfristigen Auswirkungen bleiben abzuwarten. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltende Debatte über die Arbeitskultur in der Landesregierung.

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