07 April 2026, 08:31

Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platz

Denkmal in einem Stadtplatz, das an Holocaust-Opfer erinnert, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen und Bäumen im Hintergrund.

Zum Geburtstag: Menden öffnet den Margot-Friedländer-Platz - Menden ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit neuem Platz

Ein neuer Platz in Menden wird bald an die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer erinnern. Der Stadtrat beschloss einstimmig, die Fläche nach ihrem Tod am 9. Mai im Alter von 103 Jahren nach ihr zu benennen. Schüler:innen eines lokalen Antidiskriminierungsnetzwerks hatten die Ehrung bereits zu ihren Lebzeiten vorgeschlagen.

Friedländer wurde in eine jüdische Familie hineingeboren und erlitt während der NS-Zeit Verfolgung, bevor sie nach New York floh. Über 60 Jahre lebte sie im Ausland, kehrte später aber nach Deutschland zurück, wo sie sich der Aufklärung junger Menschen über den Holocaust widmete. Im Rahmen ihrer Arbeit besuchte sie Schulen und hielt öffentliche Vorträge, um die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten.

Der Platz in der Nähe des Mender Rathauses wird noch in diesem Sommer offiziell umbenannt. Die feierliche Einweihung findet am Mittwoch um 18 Uhr statt und umfasst eine Zeremonie mit Videoaufnahmen von Friedländers Zeitzeugenberichten. Eine besondere Botschaft des Sängers Max Raabe wird ebenfalls Teil der Veranstaltung sein.

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Die Initiative für den Platz ging von Schüler:innen des Netzwerks Eyes Open! aus, das sich gegen Ausgrenzung und für die Würde des Menschen einsetzt. Ihre Kampagne begann noch zu Friedländers Lebzeiten und spiegelt ihr lebenslanges Engagement für das Gedenken wider. Ähnliche Vorschläge zu ihrer Ehre wurden auch in Berlin diskutiert.

Die Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes stellt eine dauerhafte Würdigung ihres Vermächtnisses in Menden dar. Die Feier wird ihre Zeugnisse und die Wirkung ihrer Bildungsarbeit in den Mittelpunkt stellen. Mit dieser Entscheidung sorgt die Stadt dafür, dass ihre Geschichte auch künftige Generationen erreicht.

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