Kreistag Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren ab August 2026
Der Kreistag Düren diskutiert die Wiedereinführung von Kita-Gebühren nach Jahren kostenfreier Betreuung. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender finanzieller Belastungen der Kommune. Die endgültige Entscheidung wird die Kinderbetreuungskosten für Familien ab August 2026 prägen.
Seit 2018 ist die Kindertagesbetreuung im Kreis Düren weitgehend gebührenfrei – nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro zahlen bisher Beiträge. Doch die steigende Verschuldung zwingt den Kreistag nun zum Umdenken. Die Rückkehr zu Gebühren könnte jährlich Millionen Euro in die Haushaltskasse spülen.
Das neue System, das ab August 2026 gelten soll, sieht eine einkommensabhängige Staffelung der Elternbeiträge vor. Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert die Pläne scharf und wirft der Politik vor, Familien über künftige Kosten in die Irre geführt zu haben. Unterdessen hat die Bezirksregierung Köln eine offizielle Stellungnahme zu den Änderungen bis zum 23. Oktober angefordert.
Am 1. November übernehmen ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt – nur wenige Tage nach Ablauf der Frist. Das lokale Nachrichtenportal Aachener Nachrichten wird das Thema in einer Sendung am 16. Oktober 2025 um 19:30 Uhr aufgreifen.
Die Entscheidung des Kreistags wird Tausende Familien im Kreis Düren betreffen. Falls die gestaffelten Gebühren eingeführt werden, endet damit die fast flächendeckende Gebührenfreiheit. Zwar könnte der finanzielle Spielraum der Kommune dadurch steigen, für viele Eltern jedoch werden die Betreuungskosten spürbar ansteigen.






