Köln verhängt drastischen Ausgabenstopp wegen 582-Millionen-Defizit
Nancy NeuschäferKöln hebt Haushaltsstop - Köln verhängt drastischen Ausgabenstopp wegen 582-Millionen-Defizit
Köln hat nach einem drastischen Anstieg seines Haushaltsdefizits einen sofortigen Ausgabenstopp verhängt. Die Stadt mit 1,1 Millionen Einwohnern sieht sich für das Jahr 2025 einem Finanzloch von 582 Millionen Euro gegenüber – 182,5 Millionen Euro höher als in früheren Prognosen. Oberbürgermeister Torsten Burmester bezeichnete die Lage als "dramatisch" und rief zu schnellem Handeln auf.
Der Stopp gilt zunächst bis Jahresende. In dieser Zeit sind nur gesetzlich vorgeschriebene oder absolut unverzichtbare Ausgaben erlaubt. Der Schritt folgt einem starken Anstieg der Kosten, insbesondere in den Bereichen Sozialhilfe und Jugenddienste. Gleichzeitig blieben die Einnahmen aus Gewerbesteuern auf demselben Niveau, was die finanzielle Belastung weiter verschärft.
Die Entscheidung wird von den Grünen unterstützt, der größten Fraktion im Kölner Stadtrat. Burmester, Mitglied der SPD, warnte, die Stadt müsse zügig handeln, um ihre Finanzen zu stabilisieren. Ohne Kürzungen könnte das Defizit bis zum nächsten Jahr noch weiter wachsen.
Mit dem Ausgabenstopp soll eine weitere Verschlechterung des Kölner Haushalts verhindert werden. Nun werden alle nicht zwingend notwendigen Ausgaben überprüft, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird. Die finanzielle Erholung der Stadt hängt in den kommenden Monaten davon ab, die Kosten zu kontrollieren und die Einnahmen zu steigern.






