Enger Schüler sammeln Spenden für Kriegsgräber und setzen Zeichen für Frieden
Irmhild PutzEnger Schüler sammeln Spenden für Kriegsgräber und setzen Zeichen für Frieden
26 Schüler des Widukind-Gymnasiums in Enger sammeln für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Eine Gruppe von 26 Schülerinnen und Schülern des Widukind-Gymnasiums in Enger geht in den kommenden Tagen auf die Straße, um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Die Klasse 9d wird vor dem E-Center, in der Innenstadt und in verschiedenen Wohnvierteln um Gaben werben. Ihre Aktion fällt in eine Zeit, in der der Krieg in der Ukraine die Realität von Konflikten für die jüngere Generation greifbarer macht.
Der Volksbund ist in seiner Arbeit weitgehend auf öffentliche Spenden angewiesen. Zu seinen Hauptaufgaben gehören das Auffinden, Dokumentieren und Erhalten der Gräber deutscher Soldaten im Ausland. Die Organisation unterstützt zudem Angehörige, Behörden und Einzelpersonen bei der Suche nach Informationen über Kriegsgräber.
Über diese Kernaufgaben hinaus bietet der Volksbund Bildungsprogramme für junge Menschen in Deutschland und im Ausland an. Mit diesen Initiativen soll durch die Auseinandersetzung mit den Folgen von Kriegen ein Beitrag zum Frieden geleistet werden. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d engagieren sich freiwillig für diese Sache – und widmen ihre Zeit einem Anliegen, das sie als sinnstiftend empfinden.
Vor dem Start der Sammelaktion besuchte Bianca Krutemeyer, Geschäftsführerin der Herforder Geschäftsstelle, die Schule. Begleitet wurde sie von Engers Bürgermeister Stefan Böske, der den Jugendlichen die Spendendosen überreichte. Böske lobte ihren Mut, auf Fremde zuzugehen, und bezeichnete dies als vorbildliches Zeichen bürgerlichen Engagements.
Die gesammelten Spenden werden dem Volksbund helfen, seine Arbeit bei der Pflege von Kriegsgräbern und der Unterstützung von Angehörigen fortzuführen. Das Engagement der Schüler zeigt zudem, wie sich die jüngere Generation mit dem Erbe von Kriegen auseinandersetzt. Angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine kommt der Initiative für die Gemeinschaft eine besondere Bedeutung zu.






