17 March 2026, 01:06

Hybrid-Lkw mit Reichweitenverlängerer sparen bis zu 33 % der Betriebskosten

Ein blauer Lastwagen fährt auf einer Straße an einer Tankstelle vorbei, mit Strommasten und -leitungen entlang der Straße, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Hybrid-Lkw mit Reichweitenverlängerer sparen bis zu 33 % der Betriebskosten

Eine neue Analyse des Ingenieursdienstleisters FEV deutet darauf hin, dass elektrische Lkw mit Reichweitenverlängerer (REEVs) die Betriebskosten im Vergleich zu Dieselmodellen um bis zu ein Drittel senken könnten. Diese Hybridfahrzeuge kombinieren Batterieantrieb mit einem kleinen Bordgenerator und bieten damit eine praktikable Alternative für den Fernverkehr. Ihr Design verringert die Abhängigkeit von teuren öffentlichen Ladestationen, während die Emissionen niedrig bleiben.

REEV-Lkw benötigen nur etwa die Hälfte der Batteriekapazität rein elektrischer Fernverkehrs-Lkw – rund 280 kWh statt 560 kWh. Die kleinere Batterie reduziert das Fahrzeuggewicht und die Kosten, wodurch mehr Nutzlast möglich ist. Eine nächtliche Ladung in den Depots mit Standard-Wechselstrom (22 kWh) kann etwa 240 kWh nachladen – genug für einen fast vollständigen Elektrobetrieb am nächsten Tag.

Die finanziellen Vorteile liegen auf der Hand: Unter realistischen europäischen Fahrbedingungen und einem Industrie-Strompreis von rund 19 Cent pro kWh können REEVs die Total Cost of Ownership (TCO) um bis zu 33 % senken. Selbst in den ungünstigsten Fernverkehrsszenarien betragen die Einsparungen noch etwa 14 %. Gleichzeitig gehen damit deutliche Reduzierungen der CO₂-Emissionen einher.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität. Anders als rein elektrische Lkw sind REEVs nicht auf Hochleistungs-Ladesäulen angewiesen. Sie lassen sich problemlos in bestehende Depot-Infrastrukturen integrieren und nutzen die günstigeren Industrie-Stromtarife für die nächtliche Ladung, was die Kosten niedrig hält.

Die Studie unterstreicht das Potenzial von Reichweitenverlängerer-Lkw, Kosten und Emissionen zu senken – und das ohne große Infrastrukturänderungen. Dank kleinerer Batterien und depotbasiertem Laden sind sie eine praktische Option für Fuhrparks. Allerdings zeigen die aktuellen Daten noch nicht, wie viele europäische Logistikunternehmen bis 2030 auf diese Technologie umsteigen wollen.

AKTUALISIERUNG

Neue Daten zeigen 82%ige Reduzierung des globalen Erwärmungspotentials für Hybrid-Lkw

Die Studie zeigt nun einen schärferen ökologischen Vorteil: Elektro-Lkw mit Reichweitenverlängerung könnten das globale Erwärmungspotential um bis zu 82% im Vergleich zu Diesel-Modellen senken, je nach Nutzungsmustern und Energiequellen. Diese Zahl übertrifft die ursprünglichen CO₂-Reduktionsansprüche der Studie und bietet eine klarere Benchmark für die Umweltauswirkung. Die Messgröße zeigt, wie die Kombination von Batterieenergie mit Reichweitenverlängerern sowohl wirtschaftliche als auch klimatische Vorteile im Güterverkehr bieten kann.