Grüne Senioren in Solingen wehren sich gegen Bus-Sperrung der Lennestraße
Nancy NeuschäferGrüne Senioren in Solingen wehren sich gegen Bus-Sperrung der Lennestraße
Die Grünen Senioren in Solingen haben Forderungen nach einer vollständigen Sperrung der Lennestraße für Busse zurückgewiesen. Lokale Vereine wie die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG hatten zuvor die Aufgabe des City-Ring-Plans gefordert. Im Mittelpunkt des Streits steht die Abwägung zwischen Verkehrsreduzierung und den Bedürfnissen älterer Bürger, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
In den vergangenen fünf Jahren lag der Fokus der Solinger Verkehrspolitik auf der Verbesserung des Busangebots für Senioren. Seit 2023 verkehren Linien wie die SB25 und die 690 in kürzeren Abständen – die Taktung wurde von 30 auf 15 Minuten verdichtet. Ab 2024 wurden im Ohligs-Center barrierefreie Haltestellen mit Rampen und Sitzgelegenheiten ausgebaut, und seit 2025 gibt es in abgelegenen Gebieten Rufbusse speziell für ältere Fahrgäste.
Die Grünen Senioren argumentieren, dass eine Schließung der Lennestraße für Busse den Halt "Ohligs Markt" komplett entfallen lassen würde. Viele ältere Menschen seien auf Busse angewiesen, etwa für Arzttermine, Einkäufe oder aus finanziellen Gründen. Längere Fußwege zu Ausweichhaltestellen würden vor allem mobilitätseingeschränkte Personen belasten – besonders nach dem Tragen schwerer Einkäufe.
Die Gruppe betrachtet den aktuellen City-Ring-Vorschlag als fairen Kompromiss: Er reduziert zwar den Busverkehr in der Lennestraße, erhält aber die wichtigsten Verbindungen ins Stadtzentrum. Die Debatte sei vor allem eine soziale Frage, betonen sie – Verkehrsänderungen müssten alle Altersgruppen berücksichtigen.
Durch die Haltung der Grünen Senioren bleibt die Haltestelle "Ohligs Markt" in Betrieb, und die bestehenden Busverbindungen werden beibehalten. Ihre Position spiegelt die Sorge um die Barrierefreiheit für ältere Fahrgäste in Solingen wider. Der lokale Verkehrsplan wird nun mit dem angepassten City-Ring-Modell umgesetzt – statt einer vollständigen Sperrung.






