30 March 2026, 10:33

Europas Flugbranche setzt 2024 doppelt so viel nachhaltigen Kraftstoff ein wie 2023

Fetter weißer Text "netto-null-Emissionen bis 2050" auf einem festen grünen Hintergrund.

Europas Flugbranche setzt 2024 doppelt so viel nachhaltigen Kraftstoff ein wie 2023

Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) macht 2024 rasche Fortschritte – der Einsatz verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr. Ab 2025 schreibt die EU eine Mindestbeimischung von 2 % SAF an allen Flughäfen der Union vor, ein Ziel, das laut Behörden bereits erreicht oder übertroffen wurde.

Der Anteil nachhaltiger Flugkraftstoffe in Europa stieg 2024 auf 2 % – ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 0,6 % im Jahr 2023. Dieses Wachstum erfolgt noch vor der verbindlichen EU-Vorgabe von 2 % SAF an Regionalflughäfen ab 2025, die bis 2030 auf 6 % steigen soll.

Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), bestätigte, dass die 2025er-Vorgabe unverändert bleibt. Er betonte, es gebe keinen Grund für eine Anpassung, und Europa werde das 2 %-Ziel voraussichtlich bereits in diesem Jahr erreichen oder übertreffen. Ein hochrangiger EU-Vertreter unterstützte diese Einschätzung und verwies auf vorläufige Daten, die darauf hindeuten, dass das Ziel für 2025 bereits erfüllt sei.

Ab 2030 gelten strengere Regeln: Dann muss synthetischer SAF (eSAF) mindestens 1,2 % des Flugkraftstoffs ausmachen, bis 2035 steigt dieser Anteil auf 5 %. Die Branchenvereinigung Airlines for Europe (A4E) fordert jedoch eine Absenkung dieser Vorgaben und verweist auf begrenzte Verfügbarkeit und hohe Produktionskosten. Die Europäische Kommission wies diese Bedenken zurück und betonte, die eSAF-Pflicht werde nicht gelockert.

Trotz der Fortschritte gibt es keine offiziellen Zahlen, wie viele europäische Flughäfen 2024 durchgehend mehr als 2 % SAF einsetzten. Der aktuelle Gesamtanteil liegt – ohne freiwillige Vorreiter – weiterhin unter 1 %.

Die SAF-Politik der EU schreitet wie geplant voran, wobei die Ziele für 2025 vermutlich bereits erreicht sind. Die verschärften eSAF-Vorgaben treten 2030 in Kraft, trotz Forderungen der Industrie nach Nachbesserungen. Die Behörden bleiben entschlossen, die Mandate beizubehalten, um den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe weiter voranzutreiben.

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