15 April 2026, 08:30

Essens "Häuserkönige": Wie Unternehmer im 19. Jahrhundert die Stadt prägten

Schwarz-weißes Architekturzeichnung eines 18. Jahrhundert-Gebäudes mit zahlreichen Fenstern und handschriftlichen Anmerkungen auf altem Papier.

Essens "Häuserkönige": Wie Unternehmer im 19. Jahrhundert die Stadt prägten

Essens rasantes Wachstum zur Großstadt verdankt sich maßgeblich einer Gruppe einflussreicher Unternehmer des 19. Jahrhunderts. Als Häuserkönige – oder "Wohnungsfürsten" – prägten diese Bauherren nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse. Ein kostenloser öffentlicher Vortrag am 5. Februar 2026 widmet sich ihrem bleibenden Erbe.

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Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Volkshochschule Essen. Der Historiker Robert Welzel, Vorstandsmitglied des Essener Geschichtsvereins, führt durch den Abend. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten wie Hermann Elting, Johann Piekenbrock senior, Wilhelm Husmann, Theodor Fröchte und Jakob Pegels – Unternehmer, die in großem Stil Wohnraum errichteten und vermieteten.

Ihr gewinnorientiertes Vorgehen, gepaart mit laschen Bauvorschriften, führte zu weitverbreiteten hygienischen und sozialen Missständen. Doch ohne ihre Investitionen hätte Essens Aufstieg zur Industriemetropole erhebliche Hindernisse erfahren. Der Vortrag beleuchtet zudem, wie diese Bauherren die Architektur der Stadt und den Alltag der Arbeiterklasse veränderten.

Die Wurzeln der heutigen deutschen Wohnungsnot reichen bis in diese Zeit zurück. Die Veranstaltung will ihre historischen Ursprünge und Essens besondere Entwicklung aufzeigen. Der Eintritt ist frei; weitere Informationen gibt es unter www.vhs-essen.de.

Der Abend bietet die Gelegenheit, nachzuvollziehen, wie die Wohnungsbaupolitik des 19. Jahrhunderts bis heute nachwirkt. Indem Welzel die Rolle der Häuserkönige neu bewertet, spannt er den Bogen von Essens Vergangenheit zu aktuellen Debatten über Stadtentwicklung. Anmeldung und Details finden sich auf der Website der Volkshochschule.

Quelle