Essen weiht drei Klimaanpassungszonen für mehr Resilienz aus
Essen hat einen wichtigen Schritt zur Stärkung seiner Klimaresilienz unternommen, indem die Stadt drei Schlüsselgebiete für ein landesgefördertes Programm ausgewählt hat. Der Stadtrat erklärte Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein zu offiziellen Klimaanpassungszonen. Damit kann Essen nun Fördermittel aus der KRIS-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen beantragen.
Das KRIS-Programm zielt darauf ab, Städte bis 2030 klimaresistenter zu gestalten. Es folgt dem Konzept der "Schwammstadt", bei dem Regenwasser vor Ort gespeichert und wiederverwendet wird, anstatt es abzuleiten. Essens Auswahl der Zonen erfolgte nach einer Machbarkeitsstudie der Emschergenossenschaft, die vier potenzielle Gebiete bewertet hatte.
Im Rahmen des Programms können bis zu 25 Prozent der bisher versiegelten Flächen – etwa Gehwege und Dächer – vom Kanalsystem abgekoppelt werden. Ziel ist es, die Abhängigkeit von der Entwässerung zu verringern und die Verdunstungsrate in den ausgewiesenen Zonen um zehn Prozentpunkte zu steigern. Sobald die Landesförderung bewilligt ist, können Grundstückseigentümer in diesen Gebieten Zuschüsse für Anpassungsmaßnahmen beantragen.
Voraussetzung für die Mittelvergabe ist, dass Kommunen spezifische Klimaanpassungszonen festlegen. Essens Entscheidung, den Fokus auf Messe-Gruga, Neues Bernetal und Katernberg/Zollverein zu legen, entspricht diesen Vorgaben. Nun wartet die Stadt auf die formelle Genehmigung, um mit der Umsetzung zu beginnen.
Die Ausweisung der Zonen bringt Essen der Landesförderung für Klimaanpassungsprojekte einen Schritt näher. Bei Erfolg werden die Maßnahmen den Druck auf die Entwässerungssysteme verringern und das Wassermanagement in den ausgewählten Gebieten verbessern. Grundstückseigentümer und lokale Behörden werden dann gemeinsam an der Erreichung der Ziele bis 2030 arbeiten.






