Bochum will Taxipreise reformieren – Druck durch Uber und Co. wächst
Nancy NeuschäferBochum will Taxipreise reformieren – Druck durch Uber und Co. wächst
Bochum prüft Taxi-Preisregeln – Reaktion auf Konkurrenz durch Fahrdienstvermittler wie Uber
Die Stadt Bochum überarbeitet ihre Vorschriften für Taxipreise, um sich der wachsenden Konkurrenz durch Fahrdienstvermittler wie Uber zu stellen. Dazu hat die Verwaltung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das neue Preismodelle untersuchen soll. Die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Unterdessen drängt die lokale FDP auf Änderungen, die Taxiunternehmen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung ermöglichen sollen.
Die Debatte in Bochum folgt auf einen ähnlichen Schritt in Essen, wo im vergangenen Jahr die Taxitarife angepasst wurden. Anders als in Essen könnte Bochum jedoch darauf verzichten, den Mindestpreis für Fahrten über Vermittlungs-Apps anzuheben. Stattdessen schlägt die FDP-Fraktion vor, dass Taxifahrer mit den Kunden vor jeder Fahrt feste Preise vereinbaren.
Die Stadtverwaltung zeigt sich offen für eine Überarbeitung der aktuellen Regeln. Falls die Pläne der FDP vorankommen, könnte die Partei eine Petition einreichen, in der sie argumentiert, dass flexible Preise auf breite öffentliche Unterstützung stoßen. Das noch ausstehende Gutachten wird schließlich mitbestimmen, wie sich das Tarifsystem künftig entwickelt.
Derweil laufen die Diskussionen weiter, während die Verantwortlichen abwägen, wie sich ein fairer Ausgleich zwischen traditionellen Taxis und den neuen Fahrdienstanbietern erreichen lässt.
Das Ergebnis der Bochumer Prüfung könnte die Abrechnung von Taxifahrten in der Stadt grundlegend verändern. Jedes neue Modell müsste sich an den Erkenntnissen des anstehenden Gutachtens orientieren. Der FDP-Vorstoß für mehr Flexibilität deutet auf eine mögliche Wende bei der Preisgestaltung hin – endgültige Entscheidungen stehen jedoch noch aus.






