Bielefelder Bande soll jahrelang Kunden mit überteuerten Fake-Rechnungen betrogen haben
Trudel EimerBetrugsvorwürfe: Überteuerte Rechnungen, Kein Service - Bielefelder Bande soll jahrelang Kunden mit überteuerten Fake-Rechnungen betrogen haben
Eine Bande von fünf Männern im Alter zwischen 28 und 33 Jahren ist in Bielefeld wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs angeklagt worden. Die Gruppe soll ein Unternehmen betrieben haben, das überteuerte Rechnungen für Dienstleistungen wie Schädlingsbekämpfung und Rohrreinigung ausstellte – oftmals, ohne die Arbeiten ordnungsgemäß auszuführen.
Das Unternehmen wurde im August 2018 registriert, doch die illegalen Machenschaften zogen sich über sechs Jahre hin. Kunden wurden unter Druck gesetzt, sofort bar oder per Karte für Leistungen zu zahlen, die entweder gar nicht erbracht oder nur mangelhaft ausgeführt wurden. In einigen Fällen führte die schlampige Arbeit sogar zu schweren Schäden.
Die Bande beschäftigte mehrere Mitarbeiter, denen die nötige Qualifikation für ihre Tätigkeiten fehlte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 167 zur Anklage gebrachten Straftaten nur ein Teil eines weitaus größeren Netzwerks sein könnten, mit möglichen Verbindungen zu ähnlichen Betrugsfällen in ganz Deutschland.
Alle fünf Beschuldigten sind weiterhin auf freiem Fuß, und nur einer von ihnen hat im Laufe der Ermittlungen eine Aussage gemacht. Der durch ihre Machenschaften entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 113.500 Euro geschätzt. Die Anklageschrift wurde nun offiziell beim Landgericht Bielefeld eingereicht.
Der Fall wirft ein Licht auf ein langjähriges Betrugssystem, das ahnungslose Kunden ins Visier nahm. Da bisher nur ein Beschuldigter kooperiert, ermitteln die Behörden weiterhin zu möglichen weiteren Verstrickungen. Das Landgericht Bielefeld wird nun die Vorwürfe gegen die fünf Männer prüfen.






