Berliner Rockband Tulpe provoziert mit Wal-Song über gestrandeten Buckelwal
Franco GröttnerBerliner Rockband Tulpe provoziert mit Wal-Song über gestrandeten Buckelwal
Berliner Rockband löst mit satirischem Wal-Song Kontroversen aus
Eine in Berlin ansässige Rockband hat mit einem satirischen Lied über den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee für Aufsehen gesorgt. Der Song Sprengt den Wal von Tulpe enthält provokante Textzeilen und Anspielungen auf den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – und sorgt damit online für Empörung und hitzige Debatten.
In den Songtext heißt es etwa: "Sprengt den Wal, macht ihn verschwinden, lasst es Wal-Salami und -Schnitzel regnen." Frontmann Joachim Foerster erklärte, die Band reagiere oft auf aktuelle Ereignisse, räumte aber ein, dass die erste Strophe spontan entstanden sei. Ironischerweise sei ein Tier, das für die uralte Geschichte der Erde stehe, nun zum Gegenstand unzähliger KI-generierter Parodien und geschmackloser Witze geworden, so Foerster.
Der Wal, von der Öffentlichkeit liebevoll Timmy oder Hoffnung getauft, beherrscht seit Wochen die sozialen Medien. Auf TikTok und Instagram überschlagen sich Nutzer mit Memes – mal wird die Rettungsdebatte verspottet, mal die Reaktion der Politiker kritisiert. Der Instagram-Post der Band zum Song verzeichnet bereits rund 4,6 Millionen Aufrufe und eine Flut ambivalenter Kommentare.
Für Tulpe ist Gegenwind nichts Neues. Foerster gibt zu, dass Hassnachrichten zum Alltag einer Rockband gehören. Der Wal selbst war bereits mehrfach Ziel von Satire, etwa auf der Parodie-Website Whale-O-Matic, die Nutzer ihre Haltung zu den Rettungsbemühungen testen lässt.
Die Veröffentlichung des Songs hat die ohnehin erhitzten Online-Diskussionen weiter angeheizt. Während einige Hörer den Track als schwarzen Humor verteidigen, verurteilen andere ihn als pietätlos. Derweil bleibt der gestrandete Wal ein Kristallisationspunkt für Memes, politische Kritik – und nun auch für einen polarisierenden Rock-Hymne.






