16 April 2026, 04:30

Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen PCB-Belastung an Schule zahlen

Logo von Azure Pharmaceuticals: fettes schwarzes Unternehmensnamen in einem weißen, blauen Kreis auf einem weißen Hintergrund.

Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen PCB-Belastung an Schule zahlen

Ein Gericht im US-Bundesstaat Washington hat den Bayer-Konzern zur Zahlung von 185 Millionen US-Dollar Schadensersatz wegen PCB-Belastung an einer örtlichen Schule verurteilt. Das Urteil folgt auf eine Klage von drei Lehrkräften, die durch das giftige Chemikalien Hirnschäden erlitten hatten. Die Entscheidung wurde nun vom höchsten Gerichtshof des Bundesstaates bestätigt und löst bei den Investoren des Unternehmens Besorgnis aus.

Im Mittelpunkt des Falls steht das Sky Valley Education Center in Monroe, Washington, wo Lehrerinnen und Lehrer geltend machten, dass die Exposition mit polychlorierten Biphenylen (PCB) schwere gesundheitliche Probleme verursacht habe. Eine Jury hatte zunächst zugunsten der Kläger entschieden, und der Oberste Gerichtshof von Washington wies kürzlich eine Berufung von Bayer zurück. Das Unternehmen, das Monsanto 2018 übernommen hatte, sieht sich nun mit wachsendem juristischem Druck wegen des Erbes dieser Chemikalie konfrontiert.

PCB wurden in den USA 1977 verboten – im selben Jahr, in dem Monsanto ihre Produktion einstellte. Dennoch erklärte das Gericht Bayer für die Kontamination verantwortlich, die Jahrzehnte vor der Übernahme von Monsanto stattfand. Der Konzern hat die meisten mit der Schule zusammenhängenden Fälle inzwischen außergerichtlich geregelt, wobei die Bedingungen vertraulich bleiben. Allerdings laufen noch acht weitere Berufungsverfahren mit über 200 Klägern.

Bayer besteht darauf, dass die Begründung des Gerichts gegen die Verfassung der USA verstoße, und prüft weitere rechtliche Schritte. Gleichzeitig hat Monsanto in Missouri Klagen gegen ehemalige PCB-Kunden eingereicht und fordert diese auf, sich an den steigenden Prozesskosten von Bayer zu beteiligen.

Die Schadensersatzzahlung in Höhe von 185 Millionen Dollar stellt einen schweren Rückschlag für Bayer dar und vertieft die Sorgen um die finanzielle Stabilität des Konzerns. Angesichts weiterer anhängiger Berufungen und der Forderungen von Aktionären nach Handlungsbedarf bleibt ungewiss, wie das Unternehmen künftig mit dem toxischen Erbe von Monsanto umgehen wird. Das Ergebnis könnte auch ähnliche Verfahren im Zusammenhang mit längst verbotenen Chemikalien beeinflussen.

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