Apotheker kündigt Verlag nach falscher Kalenderbestellung auf fremden Namen
Nancy NeuschäferApotheker kündigt Verlag nach falscher Kalenderbestellung auf fremden Namen
Heiko Meyer, Inhaber der Ruhrland-Apotheke in Bochum, hat beschlossen, keine Kalender mehr bei seinem langjährigen Verlag zu bestellen. Die Entscheidung folgt auf eine Reihe von Pannen, darunter eine Bestellbestätigung für Kalender, die er nie angefordert hatte. Meyer, der seit vielen Jahren Kunde ist, bezeichnet die Methoden des Verlages mittlerweile als unprofessionell und rechtlich bedenklich.
Die Probleme begannen, als Meyer eine automatische Bestellbestätigung erhielt – ausgestellt auf den falschen Namen: Herrn Prüssmann statt Herrn Meyer. Zwar entschuldigte sich der Verlag später für die Verwechslung der Namen, doch das grundsätzliche Problem, dass Bestellungen ohne ausdrückliche Freigabe generiert werden, blieb unangemeldet.
Bisher hatte Meyer jede Bestellung persönlich bestätigt, bevor sie bearbeitet wurde. Diesmal jedoch ging der Verlag ohne seine Zustimmung vor. Auf Nachfrage gab man zu, die Frist hätte verlängert werden können, falls Meyer per E-Mail nicht erreichbar gewesen wäre.
Verärgert über den Vorfall hat Meyer beschlossen, für 2027 keine Kalender mehr zu bestellen. Für das kommende Jahr hat er noch ausreichend Lagerbestand, doch über zukünftige Bestellungen ist er sich unsicher. Nachlassende Kundennachfrage lässt ihn zudem darüber nachdenken, die Menge der bestellten Kalender generell zu reduzieren.
Meyers Entscheidung bedeutet das Ende einer langjährigen Geschäftsbeziehung. Die Apotheke wird die Dienste des Verlages nicht mehr in Anspruch nehmen, und künftige Kalenderbestellungen werden deutlich zurückgefahren. Der Vorfall hat Meyer misstrauisch gegenüber automatisierten Bestellsystemen und ihren potenziellen Risiken gemacht.






