05 May 2026, 12:32

A59-Brücke: Baubeginn entfacht neuen Streit um Tunnel oder Trasse

Anschlagtafel mit einem Schild, auf dem "Anschlag: Alle Straßenmusiker müssen die Stadtlärmverordnung einhalten" steht, an einem Zaun befestigt, mit einer Straße im Hintergrund.

A59-Brücke: Baubeginn entfacht neuen Streit um Tunnel oder Trasse

Offizieller Baubeginn der maroden A59-Brücke – doch der Streit geht weiter

Mit einem symbolischen Spatenstich ist der Bau der bröckelnden A59-Brücke nun offiziell gestartet. Doch das Projekt bleibt tief umstritten: Anwohner und Stadtvertreter liegen mit der Autobahn GmbH im Clinchen – es geht um die Planung und die Folgen für die lokalen Gemeinden.

Die Stadt pocht seit Langem auf eine Tunnel-Lösung als Ersatz für die altersschwache Brücke und die Autobahn. Begründet wird dies mit dem Wunsch, die Belastungen für den Stadtteil Meiderich so gering wie möglich zu halten. Dort fürchten Anwohner, dass die geplante 46 Meter breite Trasse zu nah an ihren Häusern vorbeiführen wird. Die Proteste in der Gegend werden immer lauter: Bürger befürchten Lärmbelastung, Sicherheitsrisiken und den Verlust von Tageslicht – manche könnten durch hohe Lärmschutzwälle am Ende nur noch wenige Stunden direkte Sonne pro Tag abbekommen.

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Die Autobahn GmbH lehnt den Tunnelvorschlag ab und verweist auf eine Machbarkeitsstudie, der zufolge gefährliche Güter und Schwerlastverkehr eine unterirdische Strecke nicht sicher nutzen könnten. Zudem argumentiert die Behörde, dass eine Tunnelvariante die Kosten um 2,3 Milliarden Euro in die Höhe treiben und die Fertigstellung um Jahre verzögern würde. Stattdessen werden Lärmschutzmaßnahmen wie Schutzwälle vorgeschlagen.

Stadtvertreter, darunter auch Link, weisen diese Argumente als haltlos zurück. Sie bestehen darauf, dass der Tunnel nicht nur machbar, sondern auch notwendig sei, um die Anwohner zu schützen. Da die Bundesbehörden an ihren Plänen festhalten, deutet die Stadt bereits mögliche rechtliche Schritte an, um das Projekt zu stoppen.

Langfristig sieht das Vorhaben eine 6,7 Kilometer lange Erweiterung der Autobahn vor – ein Plan, der bei den Anwohnern zusätzliche Widerstandsbereitschaft weckt, da sie dauerhafte Schäden für ihr Viertel befürchten.

Der Spatenstich markiert den Beginn einer konfliktträchtigen Phase für das A59-Projekt. Sollte die Autobahn wie geplant gebaut werden, drohen Klagen der Stadt und anhaltender Widerstand der betroffenen Gemeinden. Der Streit um Kosten, Sicherheit und Gestaltung zeigt keine Anzeichen einer Entspannung.

Quelle