10-Euro-Gebühr für Gräfrather Marktfest: Senioren fühlen sich ausgeschlossen
Trudel Eimer10-Euro-Gebühr für Gräfrather Marktfest: Senioren fühlen sich ausgeschlossen
Der Solinger Seniorenbeirat hat sich gegen die neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest ausgesprochen. Zum ersten Mal seit fast 50 Jahren müssen Besucher für den Zugang zum Event zahlen. Kritiker argumentieren, dass die Gebühr ältere Bürger unzumutbar belastet – viele von ihnen leben mit knappen Budgets.
Das Fest, eine langjährige Tradition in Solingen, war bisher stets kostenfrei. Die Veranstalter begründen die Gebühr mit steigenden Sicherheitskosten für Großveranstaltungen. Doch der Seniorenbeirat warnt, dass die Eintrittsgebühr für viele ältere Menschen eine Hürde darstellt, insbesondere für diejenigen, die allein leben.
Die Arbeitsgemeinschaft gegen Altersarmut unterstützt diese Position und betont, dass 10 Euro für Senioren mit kleinen Renten kaum erschwinglich seien. Ein einziger kostenloser Familientag am Sonntag helfe isolierten älteren Menschen wenig, die auf solche Veranstaltungen als soziale Kontakte angewiesen seien. Der Beirat fordert fairere Alternativen wie gestaffelte Preise, Seniorenrabatte oder eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Stadt.
Kritiker hinterfragen zudem, ob die Besucher die finanziellen Lasten tragen sollten. Altersarmut ist in Solingen längst kein Einzelschicksal mehr – viele ältere Bürger kommen mit ihren begrenzten Einkommen kaum zurecht. Der Beirat unterstreicht, dass Feste eine zentrale Rolle im Kampf gegen Einsamkeit im Alter spielen.
Die Debatte zeigt die wachsende Herausforderung, Veranstaltungskosten und Barrierefreiheit in Einklang zu bringen. Ohne Anpassungen könnte die Gebühr viele Senioren ausschließen, die das Fest seit Jahren besuchen. Der Beirat setzt sich weiterhin für Lösungen ein, die allen Bürgern die Teilnahme ermöglichen.






