Zoll stoppt US-Kettenfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Franco GröttnerZoll stoppt US-Kettenfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Zollbeamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt haben auf der Autobahn A2 einen norwegisch zugelassenen Transporter angehalten. Das Fahrzeug transportierte eine ungewöhnliche Ladung: ein M29C Weasel aus dem Zweiten Weltkrieg – ein ungepanzerter, amphibischer Kettenfahrzeugtyp aus US-amerikanischer Produktion. Der 38-jährige Fahrer war auf dem Weg von Norwegen nach Frankreich, um das Fahrzeug dort zu verkaufen.
Der Transporter wurde gestoppt, nachdem die Beamten einen Verstoß gegen Einfuhrbestimmungen vermuteten. Zwar verfügte der Fahrer über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, ihm fehlten jedoch die erforderlichen Zollpapiere für die Einfuhr in die EU. Der geschätzte Wert des Kettenfahrzeugs betrug 12.500 Norwegische Kronen.
Nach EU-Recht können Waren aus Drittländern bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei eingeführt werden. Da der Wert des Fahrzeugs diese Freigrenze überschritt, fielen Einfuhrabgaben an, und die Ware hätte bei der Einreise beim Zoll deklariert werden müssen. Der Fahrer hinterlegte 700 Euro als Sicherheit für die erwarteten Abgaben und eine mögliche Strafe.
Die Zollbeamten leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. Zuständig für den Fall ist das Hauptzollamt Bielefeld, das unter der Telefonnummer (0521) 3047-1095 oder per E-Mail an [email protected] für weitere Auskünfte kontaktiert werden kann.
Dem Fahrer drohen Sanktionen, weil er das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß deklariert hat. Die hinterlegte Sicherheitssumme dient zur Deckung etwaiger Abgaben oder Strafen. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen des Verdachts der Hinterziehung von Einfuhrsteuern.
