Wie Fritz Langs Filme den Aufstieg des Autoritarismus vorwegnahmen – kostenloser VHS-Vortrag in Essen
Franco GröttnerWie Fritz Langs Filme den Aufstieg des Autoritarismus vorwegnahmen – kostenloser VHS-Vortrag in Essen
Volkshochschule Essen veranstaltet kostenlosen Vortrag am Donnerstag, den 26. März, um 19 Uhr
Anlässlich des 50. Todestags des Regisseurs Fritz Lang findet in der Essener Volkshochschule (VHS) am Burgplatz ein kostenloser Abendvortrag statt, der sich mit der Frage beschäftigt, wie Langs Filme aus der Weimarer Republik die gesellschaftlichen Verschiebungen hin zum Autoritarismus widerspiegelten. Der Historiker Torsten Reters wird die Diskussion leiten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Langs prägende Werke wie Dr. Mabuse, der Spieler und Metropolis, die aus der Perspektive des Filmkritikers Siegfried Kracauer analysiert werden. Kracauer, der 1941 in die USA floh, vertrat die These, dass diese Filme eine Gesellschaft zeigen, die sich zunehmend von Sehnsüchten nach Ordnung, Autorität und starken Führungsfiguren leiten ließ. Seine Analysen deuteten darauf hin, dass demokratische Systeme brüchig werden können, sobald solche Ideale an Einfluss gewinnen.
Reters, Historiker, Soziologe und Sachbuchautor aus Dortmund, wird die Teilnehmer durch Kracauers Theorien führen. Mit langjähriger Erfahrung in der Erwachsenenbildung wird er zudem aussagekräftige Filmszenen zeigen, um die politischen Untertöne in Langs Werk zu veranschaulichen.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich mit dem künstlerischen Erbe Fritz Langs auseinanderzusetzen und über die historischen Kräfte nachzudenken, die sein Schaffen prägten. Der Eintritt ist frei, und der Termin fällt bewusst mit dem Jahrestag seines Todes zusammen. Ziel ist es, das öffentliche Verständnis für die Rolle des Kinos in politischen Diskursen zu vertiefen.






