Wie Disco in den 1970ern die Welt eroberte und Popmusik für immer veränderte
Nancy NeuschäferWie Disco in den 1970ern die Welt eroberte und Popmusik für immer veränderte
Disco eroberte in den mittleren 1970er-Jahren die Welt im Sturm. Innerhalb weniger Monate entwickelte sich der Sound von einer Nische zu einem globalen Phänomen. Die fröhliche, zugängliche Musik und ihre Abkehr von der Ernsthaftigkeit des Rock trafen weltweit auf begeisterte Zuschauer.
Im Winter 1975/76 veröffentlichte die deutsche Band Silver Convention eine zunächst wenig beachtete Single: „Fly Robin Fly“. Der Track bestand aus nur sechs Worten, die über einen treibenden Bassbeat wiederholt wurden. Doch bereits im Frühling 1976 stürmte der Song die Spitze der US-Charts – ein erstes Zeichen für den weltweiten Siegeszug des Disco.
Ebenfalls 1976 begannen Giorgio Moroder und Donna Summer in München ihre Zusammenarbeit. Ihre gemeinsamen Stücke wie „Love to Love You Baby“ und „I Feel Love“ wurden zu prägenden Aufnahmen der Ära. Gleichzeitig formte Frank Farians Gruppe Boney M. mit Hits wie „Daddy Cool“ eine internationale Disco-Formel.
Auch die Bee Gees fanden 1976 mit „You Should Be Dancing“ zu ihrem Disco-Klang. Ein Jahr später festigte der Film Saturday Night Fever den kulturellen Einfluss des Genres und prägte seinen Stil und Sound für die kommenden Jahre.
Die Disco-Revolution veränderte die Popmusik für immer. Ihr Einfluss ist bis heute bei Künstlern wie Madonna, Daft Punk oder Beyoncé spürbar. Innerhalb kürzester Zeit wurde Disco vom Soundtrack einer Subkultur zur definierenden Musik einer ganzen Generation.
