15 March 2026, 20:40

Warnübung in Lünen: Handys alarmierten – doch die Sirenen blieben stumm

Eine Gruppe von Polizisten steht vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Fahrzeugen, einem Zaun, Bäumen und Pflanzen, mit Ziegelsteinen und einem Helm auf dem Boden, wahrscheinlich nach einer Bombenexplosion in Mexiko-Stadt.

Warnübung in Lünen: Handys alarmierten – doch die Sirenen blieben stumm

Geplante Warnübung in Lünen: Handyalarm funktionierte – Sirenen blieben stumm

Am 12. März fand in Lünen eine routinemäßige Probealarmierung statt, doch nicht alles verlief nach Plan. Zwar erreichten die Warnmeldungen die Bürger pünktlich auf ihren Mobilgeräten, doch ein technischer Defekt ließ die Sirenen der Stadt stumm bleiben. Die Verantwortlichen kündigten an, die Ursache umgehend zu untersuchen.

Die Übung begann um 11:00 Uhr mit Benachrichtigungen über die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie das Cell-Broadcast-System. Um 11:20 Uhr folgte die Entwarnung. Beide Meldungen wurden auf den Mobilgeräten korrekt empfangen – ein Beleg für die Zuverlässigkeit des digitalen Warnsystems.

Doch keines der 28 städtischen Alarmierungssirenen in Lünen sprang während der Übung an. Einige Anwohner berichteten, Sirenen gehört zu haben, diese stammten jedoch aus Nachbarstädten. Der Ausfall betraf sowohl den initialen Alarm als auch die spätere Entwarnung.

Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr Lünen sowie der Rettungsdienste und des Bevölkerungsschutzes, bestätigte den Totalausfall. Die Ursache werde derzeit dringend geprüft, sagte er. Ob die Sirenen kürzlich gewartet oder modernisiert worden seien, ließ er offen.

Die Übung offenbarten eine klare Schwachstelle im Sirenen-Warnsystem Lünens – trotz der erfolgreich übermittelten Handywarnungen. Die Behörden arbeiten nun unter Hochdruck an der Fehlerbehebung. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, werden weitere Informationen erwartet.

Quelle