24 May 2026, 02:29

Vonovia will Kasernen für die Bundeswehr bauen und betreiben

Vonovia bietet seine Dienste der Bundeswehr an

Vonovia will Kasernen für die Bundeswehr bauen und betreiben

Deutschlands größter Vermieter Vonovia bietet an, neue Unterkünfte für die Bundeswehr zu bauen und zu betreiben. Der Konzernchef Rolf Buch sieht darin eine Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen für Soldatinnen und Soldaten zu verbessern und gleichzeitig die Expansionspläne des Militärs zu unterstützen.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung den Wohnungsbau mit günstigeren Krediten und Anreizen beschleunigen will. Vonovia hat bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr: Das Unternehmen übernahm in der Vergangenheit Bundesimmobilien, darunter auch Militärstandorte, und entwickelte sie zu geeigneten Unterkünften. Nun will es die Partnerschaft ausbauen, indem es neue Kasernen errichtet und betreibt.

Aktuell zählt die Bundeswehr rund 183.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. Ziel ist es, diese Zahl in den kommenden Jahren auf mindestens 260.000 zu erhöhen. Buch argumentiert, dass attraktivere Wohnmöglichkeiten den Militärdienst interessanter machen und so die Rekrutierungsziele der Armee unterstützen könnten.

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Das Unternehmen plant bereits, im Jahr 2023 rund 3.000 neue Wohnungen zu bauen. Zudem verfügt Vonovia über Grundstücksreserven, auf denen bis zu 70.000 weitere Wohneinheiten entstehen könnten. Buch verweist auf aktuelle Regierungsmaßnahmen wie die „Wohnungsbau-Turbo“-Initiative und zinsgünstige KfW-Kredite als Zeichen für verbesserte Rahmenbedingungen im Bausektor.

Er spricht von einer wachsenden Dynamik in der Immobilienbranche. Mit den günstigeren politischen Rahmenbedingungen sei Vonovia bereit, eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des Wohnungsmangels in Deutschland zu übernehmen – auch für Militärangehörige. Sollte die Zusammenarbeit vorankommen, würde Vonovia sowohl Bau als auch Betrieb der neuen Kasernen übernehmen. Das Projekt könnte die Wohnungsnot der Bundeswehr lindern und gleichzeitig deren langfristige Personalplanung unterstützen. Für Vonovia wäre es ein weiterer Schritt, das eigene Portfolio unter verbesserten Marktbedingungen auszubauen.

Quelle