29 June 2026, 08:23

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – dank Wind und Sonne im Überfluss

Erstmals negative Netto-Strompreise für Endkunden

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – dank Wind und Sonne im Überfluss

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 im Minus – dank „sonniger Brise“

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Am Sonntag fielen die Strompreise in Deutschland erstmals in diesem Jahr unter null. Dieses seltene Phänomen wurde durch eine sogenannte „sonnige Brise“ ausgelöst – ein Zusammentreffen von Spitzenwerten bei Solar- und Windenergie. Kunden mit dynamischen Tarifen profitierten davon, indem sie für ihren Verbrauch in bestimmten Stunden sogar Geld erhielten.

Die Großhandelspreise sanken ab 9 Uhr morgens unter die Nullmarke und blieben bis 17 Uhr negativ. Den Tiefststand erreichte der Markt zwischen 13 und 14 Uhr mit minus 250,32 Euro pro Megawattstunde, was minus 25,03 Cent pro Kilowattstunde entspricht.

Endverbraucher in der Kölner Region zahlten im gleichen Zeitraum Nettopreise von bis zu minus 8,6 Cent pro Kilowattstunde. Bundesweit lagen die Nettopreise zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde, in einigen Regionen sanken sie sogar auf minus 12 Cent. Gegen Abend stieg der dynamische Tarif des Anbieters Tibber dann jedoch auf 36 Cent pro Kilowattstunde – der höchste Wert des Tages zwischen 20 und 21 Uhr.

Negative Großhandelspreise sind kein Novum: Im Juli 2023 waren sie bereits auf minus 500 Euro pro Megawattstunde gefallen. Im vergangenen Jahr verbuchten die Märkte insgesamt 457 Stunden mit negativen Preisen. Experten rechnen auch 2024 mit häufigen Phasen unter null – bedingt durch die mangelnde Flexibilität des Marktes. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, erwartet, dass dieser Sommer alle Rekorde bei negativen Strompreisen brechen wird.

Für Kunden mit dynamischen Tarifen war dies das erste Mal in diesem Jahr, dass sie durch ihren Stromverbrauch in den günstigsten Stunden Geld verdienten. Das Phänomen unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Balance von Angebot und Nachfrage auf dem deutschen Energiemarkt.

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