27 April 2026, 12:42

Streit um trockenen Rasen: Leverkusen wirft Köln Platz-Manipulation vor

Baseballstadion mit einer Stadtkulisse im Hintergrund, gefüllt mit Stühlen, Pfosten, Tafeln mit Text und anderen Gegenständen, grasbewachsenem Boden, Bäumen und Gebäuden in der Ferne, bewölktem Himmel.

Streit um trockenen Rasen: Leverkusen wirft Köln Platz-Manipulation vor

Vor dem jüngsten Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln ist ein Streit über die Platzverhältnisse entbrannt. Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand kritisierte den ausgetrockneten Zustand des Rasens, während Kölns Cheftrainer René Wagner Vorwürfe einer gezielten Manipulation zurückwies.

Hjulmand bezeichnete die Spielfläche im Kölner Stadion als "knochentrocken" und deutete an, der Platz sei bewässert und anschließend absichtlich austrocknen gelassen worden. Die Bedingungen hätten das Spiel verlangsamt und die Leistung Leverkusens beeinträchtigt, so der Däne.

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Wagner konterte scherzhaft, nicht menschliches Zutun, sondern die Sonne sei schuld am vertrockneten Rasen. Später wies er jede Absicht zurück, den Platz manipuliert zu haben, entschuldigte sich jedoch, falls der Eindruck entstanden sei, sein Team habe dies bewusst in Kauf genommen.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein grundsätzliches Problem in Köln, wo der Rasen aufgrund der lokalen Bedingungen schnell verbrennt und die Pflege besonders anspruchsvoll ist. Selbst die Bundesliga hat in der Region ein natürliches Phänomen trockener Plätze festgestellt. Leverkusens Platzwart-Team wurde dagegen in der vergangenen Saison für die "Spielfläche des Jahres" ausgezeichnet – ein Beleg für ihre Expertise in der Rasenpflege.

Laut dem Greenkeeping-Handbuch der DFL sollen Vereine die Bewässerung an Wetter und Mikroklima anpassen. Unabhängig davon, wie es zu den aktuellen Bedingungen kam, räumte Hjulmand ein, dass der Platz tatsächlich trocken gewesen sei.

Die Diskussion um die Platzverhältnisse heizt die Rivalität zwischen den beiden Klubs weiter an. Zwar gab es keine Beweise für vorsätzliches Fehlverhalten, doch der Vorfall wirft Fragen auf, wie Vereine mit natürlichen Herausforderungen in der Stadionpflege umgehen. Beide Teams werden sich nun auf ihre nächsten Spiele konzentrieren, während die Saison voranschreitet.

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