26 April 2026, 18:28

Strabag wächst kräftig: 8,9 Mrd. Euro Umsatz und Rekordauftragsbestand im ersten Halbjahr 2025

Ausführlicher Konstruktionsplan einer Brücke mit beschrifteten Komponenten wie Balken und Seilen auf einer Buchseite.

Strabag wächst kräftig: 8,9 Mrd. Euro Umsatz und Rekordauftragsbestand im ersten Halbjahr 2025

Österreichs größtes Bauunternehmen, Strabag, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während sich der Auftragsbestand auf 28,4 Milliarden Euro belief – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Stefan Kratochwill, der das Unternehmen seit Februar 2025 führt, baut Strabag seine Position in den Bereichen Infrastruktur und sozialer Wohnungsbau in ganz Europa weiter aus.

Das Unternehmen hält seine Spitzenposition im Markt: Es kontrolliert fünf Prozent des österreichischen Bausektors und zwei Prozent in Deutschland. Jährlich investiert Strabag über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung, um Innovationen bei Großprojekten voranzutreiben.

Ein besonderer technischer Meilenstein gelang dem Konzern Anfang 2025 auf der deutschen Autobahn A45. Ein 485,5 Meter langes Teilstück der Rinsdorfer Talbrücke – mit einem Gewicht von 40.000 Tonnen – wurde um 20 Meter verschoben, ohne dass die Pfeiler oder Fundamente beschädigt wurden. Solche Projekte unterstreichen Strabags fachliche Expertise bei der Instandhaltung kritischer Verkehrsverbindungen.

Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen im sozialen Wohnungsbau, wobei es seinen bestehenden Bestand ausbaut, statt neue Projekte zu starten. Mit mehr als 70 Jahren Erfahrung in diesem Bereich bleibt Strabag ein zentraler Akteur bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums.

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CEO Stefan Kratochwill betont die Bedeutung von Infrastrukturinvestitionen. Er warnte, dass vernachlässigte Instandhaltung langfristig zu deutlich höheren Kosten führe. Seine Aussagen decken sich mit Österreichs geplanten Infrastrukturausgaben in Höhe von 9,9 Milliarden Euro für 2025 – das entspricht etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes.

Die stärksten Wachstumsimpulse kamen für Strabag aus etablierten Märkten wie Polen, Tschechien und Deutschland. Kratochwill bezeichnete funktionierende Infrastruktur als das "Lebenselixier" moderner Volkswirtschaften und als Treiber für Entwicklung.

Die finanzielle Performance und die Projekterfolge von Strabag spiegeln die führende Rolle des Unternehmens im europäischen Baugewerbe wider. Mit einem wachsenden Auftragsbestand und kontinuierlichen Investitionen in Forschung ist das Unternehmen gut aufgestellt, um auch künftig eine prägende Kraft in den Bereichen Infrastruktur und Wohnungsbau zu bleiben. Die geplanten Ausgaben Österreichs werden die weitere Expansion der Branche in den kommenden Jahren zusätzlich stützen.

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