11 April 2026, 00:34

Schloss Vlotho schafft neuen Lebensraum für seltene Zauneidechsen und bedrohte Arten

Ein steiniger Strand mit verstreuten Steinen und Kieseln, der eine kleine Eidechse auf einem Stein zeigt, und trockenes Laub und Zweige im Hintergrund.

Schloss Vlotho schafft neuen Lebensraum für seltene Zauneidechsen und bedrohte Arten

Großes Artenschutzprojekt bei Schloss Vlotho: Neue Lebensräume für seltene Zauneidechsen und bedrohte Arten

Ein umfangreiches Naturschutzvorhaben in der Nähe von Schloss Vlotho soll neue Lebensräume für die seltene Zauneidechse und andere gefährdete Arten schaffen. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Herford hat hierfür eine 1.400 Quadratmeter große Böschung freigeräumt, um die Tierwelt zu fördern. Während der Bauarbeiten kommt es zu Sperrungen benachbarter Straßen, die die Zufahrt vorübergehend einschränken werden.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Wiederherstellung eines geeigneten Lebensraums für die Zauneidechse, eine in Deutschland streng geschützte Art. Die Reptilien bevorzugen warme, offene Landschaften mit lockerem Boden – Habitate, die durch Flussbegradigungen und Uferbefestigungen zunehmend verschwunden sind. Im Kreis Herford existieren nur noch wenige Populationen, vor allem im Raum Vlotho.

Ab November 2025 beginnen die Erdarbeiten, um die gerodete Böschung umzugestalten. Im oberen Bereich entstehen flache, terrassierte Dämme mit Steinansammlungen und Felsrücken, während der untere Hang Richtung Coringenweg zu artenreichen Magerwiesen umgewandelt wird. Mit regionalem Wildblumensaatgut sollen Wildbienen und Schmetterlinge angelockt werden.

Während der Sanierung von Schloss Vlotho waren die dortigen Zauneidechsen vorübergehend in ein Ersatzhabitat umgesiedelt worden. Die erfolgreiche Vermehrung der Tiere im Jahr 2025 bestätigte die Wirksamkeit dieses Ansatzes. Auch die benachbarte Böschung am Amtshausberg wird naturnah umgestaltet, um den Lebensraum weiter zu vergrößern.

Zwar verliert das Gebiet seinen Status als Waldfläche, doch gleicht der Kreis Herford dies durch die Aufforstung eines 3.000 Quadratmeter großen Grundstücks in Vlotho-Exter aus. Während der Bauphase bleibt der Coringenweg gesperrt; eine Umleitung über den Apothekerweg sichert jedoch weiterhin den Zugang zum Schloss.

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Ziel der Maßnahmen ist es, das Überleben der Zauneidechsen langfristig zu sichern und die biologische Vielfalt in der Region zu stärken. Mit Beginn der Straßenarbeiten im November 2025 wird die Landschaft neu geformt, wobei die Erreichbarkeit über Ausweichrouten gewährleistet bleibt. Die Aufforstung in Vlotho-Exter sorgt zudem für einen Ausgleich der Gesamtwaldfläche.

Quelle